Die beste Fritte Brüssels- Die Entscheidung

Brüssel ist eine geteilte Stadt. Abgesehen davon, dass es zwei offizielle Sprachen, 4 Parlamente und 19 Bürgermeister gibt, sind bei der Frage, wo der besten Fritten Brüsseler gespaltener als Amerika nach den Wahlen. Traditionell verläuft die Frontlinie dabei zwischen Maison Antoine am Place Jourdan und Frit Flagey am gleichnamigen Place Flagey. Die Konkurrenz zwischen beiden Etablissements ist so hoch, dass sich der Brüsseler Rundfunk im Jahr 2014 entschied ein jährlichen „Fritometre“ zu publizieren. Die erste Frittenkrone ging mit klarem Abstand an Maison Antoine, jedoch lag im folgenden Jahr Flagey vorne. 2016 zeigte, der Kampf gegen das Establishment macht auch vor der Fritte nicht Halt. Ein  Underdog aus dem nördlichen Stadtteil Randbeek schaffte es auf den ersten Platz.

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Dennoch: Bei der Frage, ob Flagey oder Antoine geht es um mehr als Pommes. Es ist eine Identitätsfrage. Am Place Flagey, gelegen im mondänen Teil des Viertels Ixelles, trifft man solche, die immer schon lieber Jacques Brel als Stromae gehört haben und gerade dabei sind ihre Art Nouveau Wohnung zu renovieren. Der Place Jourdan mit seiner Brüsseler Mischung aus grauen 70er Jahre Bauten, Parkplatz und etwas heruntergekommenen Bars bewirtschaftet eine Mischung aus lokalen Urgensteinen, Touristen, Eurokraten und Regierungschefinnen, denen der Magen während des Europäischen Rates knurrt.

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Nach unserem Test bei Antoine hatten die Fritten neue Maßstäbe für unser Bewertungsschema gesetzt. Um das Duell der Brüsseler Pommestitanen neu anzuheizen legt Pommesluv nun nach. Wir testeten die Pommes am Place Flagey. Dabei war klar, dass nur die höchsten Teststandards genügen würden.  Unterstützt wurde Pommesluv diesmal von einer Ikone der skandinavischen Frittierkultur.20161104_140649.jpg Alva, die selbst jahrelange Erfahrung mit der Brüsseler Pommesszene hat, fühlte sich äußerst geehrt als Expertin konsultiert zu werden: „Dieser Test wird alles ändern. Diese Entscheidung wird Generationen von Pommesluvern nachhaltig beeinflussen und wahrscheinlich unsere Sicht auf die Fritte neu definieren.“ Um den höchsten Ansprüchen gerecht zu werden, erlaubten wir Alva vor dem Test keine Zeit in Brüssel, zu groß war die Gefahr den Test  durch den Geschmack anderer Frittenbuden zu verzerren. Deshalb sparte Pommesluv keinen Kosten und Mühen.
Wir flogen Alva, die eigentlich gerade als Sprecherin der schwedischen Pommes die verkorkste Frittenkultur Dänemarks aufrüttelt, direkt aus Kopenhagen ein. Dass es ihr ernst war, wurde uns klar, als wir sie am Place Flagey mit Rollkoffer trafen: „Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen, so kann ich mich jeder Fritte individuell widmen.“ Ganz im Sinne der alten frittologischen Weisheit „Eine Frittentüte muss dich bei jeder Pommes neu gewinnen.“

Wir schritten also zur Tat und freuten uns, dass für die Mittagszeit eine nicht zu lange Schlange vor der Bude stand.20161104_140641.jpg Ganz im Kontrast zum Place Jourdan, wo bereits ein findiger EU-Lobbyist den Spruch prägte: „Die echten Deals werden in der Schlange bei Antoine gemacht.“  Wir entscheiden uns für eine große Portion mit klassischer Sauce Andalouse. Preislich ähnlich zum Place Jourdan. Auch die Größe der Portion scheint mit der Konkurrenz koordiniert.

Die Fritten an sich präsentierten sich einem satten Goldton, der seinesgleichen sicherlich nur in den Wandapplikationen des Trump-Towers findet. Beim ersten Biss wird uns klar, dass es ein enges Rennen werden wird. Der satte Geschmack der doppelten Frittierveredelung ist auf den Punkt, die Pommes haben ein exzellentes Verhältnis zwischen äußerem Crunch und weichem Innenleben. Die Würzung ist schlicht perfekt, vielleicht sogar perfekter als bei Antoine. Die Flagey-Pommes haben jedoch einen minimal geringeren Fettanteil. Der Fettungsgrad der Pommes ist eine bis heute höchst umstrittene Kategorie. Zwar kann ein Hauch mehr Fett der Pommes einen volleren Geschmack geben. Doch bei geringem Abschütteln der Fritten droht die Gefahr, dass die Pommes zu labbrig werden. Das perfekte Verhältnis des Fettes in den Pommes beim Schütteln zu entwickeln ist ein Spiel mit dem Feuer. Zwar sollte sorgfältiges Abschütteln das Gebot der Stunde bei den meisten Buden sein, doch bei diesem Duell kostet es Flagey einen leichten Abzug.received_10154737537840280.jpeg

Zur Sauce ist zu sagen, dass die Andalouse wohlschmeckend pikant ist und das Verhältnis vom Mayonnaise und Gewürzen auf den Punkt sind. Ebenfalls wichtig: Der Klecks reicht für eine ganze Portion. So schließen die Pommes bei der Sauce leicht wieder auf. Jedoch ist zu bemerken, dass Frites Flagey nur 15 Saucen im Angebot hat im Kontrast zu Antoine mit 28. Klar ist: Die Extras zur Fritte werden den Unterschied machen. Als Beilage wählen wir eine Frikandel- geschmacklich und frittiertechnisch zwar einwandfrei, jedoch bietet Flagey keine Spieße auch Brochette genannt. Diese dürfen normalerweise bei einem Besuch am Place Jourdan nicht fehlen. Besonders dann nicht, wenn man sich in einem der umliegenden Bars zu einem Bier niederlässt. Und wo sind eigentlich die pommesfreundlichen Bars hier?

Wir müssen mit einer Parkbank vorliebnehmen und an diesem Punkt entscheidet sich auch unser Test.20161104_142027.jpg Frit Flagey liefert eine beeindruckende Fritte die mit 4,5/5 Pommes viele Konkurrenten in den Schatten stellt. Im entscheidenden Stadtduell aber zieht sie den Kürzeren.

 

Frit Flagey

Place Eugène Flagey

1050 Ixelles

Hauptstadregion Brüssel

 

 

Was die Berliner Politik und Fritten gemeinsam haben

Beide sind gerade in aller Munde.

Puh, üble Einleitung. Aber tatsächlich war die Berliner Politik lange nicht mehr so präsent in der bundesweiten Presse wie aktuell.

Zuerst hielten uns die ewig neuen Details und gruseligen Hintergründe des Piratenpolitikers Gerwald Claus-Brunner alias der „seelenlose Stahlbolzen“ von 15-km-Sackkarren-Leichen-Transport über das Ludendorff-Gesellschafts-Camp im elterlichen Vorgarten, in voyeuristisch-schauriger Spannung und Entsetzen. Gleichzeitig regte Jenna Behrends, neugewähltes BVV-Mitglied der CDU im Kreisverband Mitte, mit ihrem offenen Brief eine Debatte über Sexismus in der Politik an. Statt der inhaltlichen Debatte folgten leider aus etlichen Ecken private Beschuldigungen und eidesstattliche Versicherungen.

Wir wenden heute den Blick ab von den Boulevard Themen und nehmen unser politisches Format der Zukunft ins Visier. Vor den Wahlen haben wir uns in der Moabiter Arminiushalle gemeinsam mit drei Kandidaten für das Abgeordnetenhaus getroffen, um ins Gespräch zu kommen und die Fritten vor Ort zu testen.

Für die Ungeduldigen gibt es hier die Snapchataufnahme, unserer Investigativ-Reporterin Lovely Rita:

Wer steckt eigentlich hinter der politischen Fritte?

Mit nur einer Woche Planungshorizont waren wir uns nicht sicher, ob wir am Wahlwochenende überhaupt jemanden für dieses Format gewinnen konnten. Doch es entwickelte sich anders und nachdem wir erst CDU- und Grüne-Kandidaten eingeladen hatten, folgte auf einmal auf Facebook ein Mini-Shitstorm, weshalb die anderen Parteien nicht eingeladen seien.

Plötzlich kam auch die Aluhutfraktion zu Wort und erkundigte sich, welcher Zweck eigentlich hinter der politischen Fritte stecke. Hier noch einmal ganz deutlich: Mit Politikern Fritten zu essen! Nicht ersichtlich war uns auch die Annahme, ein Pommesblog müsse politisch unabhängig sein und dürfe niemanden bevorteilen.

Solange wir nicht von der Bundesregierung finanziert werden (Whatever will be, will be The future’s not ours to see), können wir uns auch als Frittenpresse politisch positionieren. Aus ganz anderen Gründen haben wir uns jedoch dagegen und für die politische Unabhängigkeit entschieden: Auch unser Team ist parteiübergreifend, wir streiten oft darüber, wie die Politik der Zukunft aussehen sollte, und ohne Reibung in der Monokultur-Partei-Suppe ist das doch witzlos. Daher haben wir auch noch die restlichen Kandidaten herzlich eingeladen sich der Frittenverkostung anzuschließen.

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Vor der Arminiusmarkthalle! (Foto: Marc Urbatsch)

Mit dabei waren dann  Marc Urbatsch von Bündnis 90/Die Grünen mit seinem sehr sympathischen und frittenenthusiastischen Wahlkampfteam. Stephan Rauhut von der Linken samt Unterstützung und Florian Nöll von der CDU, der uns mit seinem engagierten und hungrigen Team in der Halle empfing. Trotz der Top-Kandidaten-Besetzung und einer Traube von versammelten Pommesstestern schien unsere Veranstaltung frittentechnisch anfangs unter einem schlechten Stern zu stehen. Bei der urigen Imbissbude „Drei Damen am Grill“ am Ende der Halle waren die Pommes schon ausverkauft. Zum Glück konnten wir auf den Burgerladen Pignut BBQ zurückgreifen.

Dort nahm ein zuvorkommender junger Mann unsere Bestellungen auf und brachte die Pommesportionen anschließend an die Tafel. Mit 4 von 5 möglichen Punkten, vergaben die Pommestester hier Höchstpunkte für Freundlichkeit, Kompetenz & Charme! Vielleicht hatte das auch etwas mit seiner Wirkung auf die Frauenwelt zu tun. Unter dem Punkt, das gefällt dir, wurde der „Der sehr nette Pommes-Macher, der sie auch gebracht hat“ noch einmal extra erwähnt.

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Wo ist die Tagesordnung?

Während ich die hand-made Pommes-Namensschilder verteilte, war noch Aufklärung zu dem Format nötig, – gibt es jetzt noch formelle Redeteile? Eine moderierte Diskussion? Tagesordnung? Ich kräuselte meine Stirn und tat meiner Verwunderung über diesen formalisierten Zwang bei allem, was das Wort politisch im Titel trägt, kund, kam dann aber final doch dem mehrmals geäußerten Wunsch einer Ansprache nach. Ablauf war also  Pommes essen, bewerten und dabei die Kandidaten kennenlernen und ihnen die Fragen stellen, die man schon immer einmal stellen wollte.

„Mich nervt diese Erwartungshaltung, man müsste das Pommes essen moderieren.“

Pommestester

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Nöll hängt Plakate an der Turmstraße gegenüber von der Quelle (Kneipe mit starker Jukebox) (Foto: Florian Nöll)

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Das Plakat gibt es übrigens auch noch einmal in einer künstlerischen Nacktversion hier (Foto: Stephan Rauhut)

 

 

 

 

 

Spielen statt Dealen

Ich setzte mich mit meinem Weißbier (es gab eine große Bierauswahl bei Pignut) in eine Ecke bei Nöll und Urbschat und schnitt das Thema kleiner Tiergarten an. Denn dort sieht man, ob bei Tage oder Nacht die dubiosesten Gestalten. Nöll warb mit dem eingängigen Vers „spielen statt dealen“ für mehr Sicherheit im kleinen Tiergarten. Das brachte mich gleich dazu Urbatsch zu fragen, ob die grüne Lösung für den Schmuddelpark die gleiche sei wie im Görlitzer Park, man also lästige Dealer und Konsumenten durch die kontrollierte staatliche Abgabe von Cannabis vertreiben wolle. Er wehrte lächelnd ab und erklärte, dass dort schlicht Polizei von Nöten sei. Nöll warf ein, man müsste doch nur das Grillverbot aufheben, denn da wo viele Leute sind, werden kriminelle Machenschaften gleich ungemütlicher. Das klang zumindest für den Sommer plausibel. Nöll und Urbschat sprachen weiter über Detailfragen und zum Ende des Wahlkampf war ich fast überrascht von der schwarz-grünen Harmonie am Tisch.

Hier die Ergebnisse unseres Kummerkastens: „Was nervt dich richtig an Berliner Politik“:

„Bürokratisierung, überladene Ämter, lange Wartezeiten, Marijuhana ist leider immer noch illegal, HOMOS Dürfen nicht heiraten!!!!!“

„Die vielen AfD-Wähler“

„Schönefeld“

„Viele Berufspolitiker, deren Karriere in der BVV angefangen hat“

„Die Fritte ist der Kleber, der dit janze hier zusammenhält, ihr muss mehr Andacht geschenkt werden.“

Durch die letzten Wochen auf der Straße hatten auch die Wahlkämpfer um uns herum interessante Einwürfe und komische Geschichten zu dem Kiezgeschehen beizutragen. Während die Grünen von unangenehmen „Ey ihr Pädos“-Anfeindungen berichteten, behauptete das CDU-Team keine größeren negativen Erfahrungen der Art gemacht zu haben. Das könnte allerdings auch mit Nölls Wahlkampf zu tun haben, der sich grafisch als auch konzeptionell deutlich von dem Nilpferdgetragenem Wahlkampf der Berliner Mutterpartei abhob. Mit klaren Botschaften, Selbstverteidigungskursen und türkischen Plakaten stellte er sich auf die Moabiter Wähler ein. Auch auf Snapchat sei er aktiv gewesen, aber das habe sich langfristig nicht als richtiges Medium herausgestellt.

Empfehlung einer Testers: Das Schremser Bier von „Habe die Ehre“

Zur Fritte: 

Endlich kommen unsere Fritten, in den Händen der sympathischen Bedienung. Klares Downside des Ladens: Die Saucenauswahl. Mayo und Ketchup. Wenn die beiden nicht top sind, reicht das heutzutage einfach nicht mehr. Auch kritisch angemerkt hat ein Tester die Menge der Mayo, die einfach nicht ausreichend war. Daher gab es von der Crowd wohl auch nur 2,6 Punkte für die Saucenauswahl.

In den roten Plastikkörben liegen mitteldicke, goldgelbe Pommes. Genau so sollten sie aussehen. Kein Kräuter-Firlefanz, nicht zu dunkel, nicht zu hell. Es ging ganz offensichtlich nicht nur mir so, das Äußere der Fritte gefiel mit fast vier Frittenpunkten.

Nur ein Tester urteilte negativ über die Aufmachung der Fritten:

„Das Plastikpommesservice hat enttäuscht“

Ob dieses Urteil aus ästhetischen oder ökologischen Gründen entstanden ist, wir wissen es leider nicht.

Der erste Biss in die Pommes offenbarte gleich den richtigen Pommescrunch. Aussen hart und kräftig, innen zart, so muss eine gute Pommes beschaffen sein. Hier machte sich allerdings auch ein weit verbreitetes Problem bemerkbar. Der unterschiedliche Crunch je nach Portion. Ich aß aus unterschiedlichen Schälchen und hatte nicht immer Glück. Mal war auch eine Wabbel-Fritte dabei. Mit einer Wertung von 3,67 ist ein gutes Ergebnis erzielt.

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Und hier liegt der Hase im Pfeffer oder der Hund begraben, der Geschmack der Pommes. Sehr unterschiedlicher Salzgrad, nach nichts schmeckend, pappig. Es eröffneten sich schlicht keine neuen Geschmackswelten.

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Unausweichlich ist somit eine Gesamtwertung von 2,78 Fritten von möglichen 5.

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Woran hat es gelegen?

Wahrscheinlich an der Mittelmässigkeit der Fritten. Schlecht waren se nicht, aber da ist noch Luft nach oben! Mit 3 Euro pro Portion waren es nun auch nicht die günstigsten Pommes. Nichtsdestotrotz empfehlen wir einen Besuch in der Markthalle! Die ist schön und dort gibt es ja mehr als nur einen Frittenstand. Wir haben von einem Geheimtip gehört, den Fritten am Fischstand!

Wir danken an dieser Stelle noch einmal Florian Nöll und seinem Team für nette Atmosphäre und Marc Urbatsch samt Team für die Fritteneuphorie und Stephan Rauhut und Verstärkung fürs Mitmachen und Rita Antwort und Rede stehen!

 

Arminiusmarkthalle 

08:00 bis 22:00 geöffnet

Arminiusstraße 2-4

10551 Berlin

 

Wer ist nun ins Abgeordnetenhaus eingezogen?

Abschließend wollen wir Euch die Wahlergebnisse für Moabit nicht vorenthalten:

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Wir gratulieren Marc Urbatsch zum Einzug in das Abgeordnetenhaus!

Ein bisschen gruselig ist, dass die AfD-Kandidatin auch ohne großartig sichtbaren Wahlkampf 8,4% erreicht hat.

 

Hier noch als extra Schmankerl etwas Hintergrundinformation zu unseren Testern:

2/3 waren schon einmal in der Arminiusmarkthalle. Ich gehöre zu dem 1/3, das noch nie hier war. Fazit: Charmante Halle. Ein Besuch lohnt sich!

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 17.48.11.pngGanz offensichtlich handelte es sich mehrheitlich um politisierte Gelegenheitspommesesser: „BEILAGE“- Könnt ihr es glauben?!?

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 18.24.05.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.24.11.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.59.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.43.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.37.png

Im Namen der Fritte in Rumänien

In jener Nacht, während er tief ins Herz der Südkarpaten vordrang, wusste Professor Ambronsius noch nicht, dass er nahe daran war, das Ziel seiner geheimnisvollen Forschung zu erreichen.

So beginnt der Polanski-Klassiker Tanz der Vampire, den ich seit Kindertagen mitsprechen kann und der vielleicht mein prägendster Bezug zu Rumänien war. Ryanair sollte dies ändern. Mit der neuen Flugverbindung überzeugte ich den Pommesluv Head of Fashion Rita und Auslandskorrespondenten Maximilian von einem gemeinsamen Wochenende in Bukarest. Die Südkarpaten waren immer noch zu weit weg und so beschlossen wir unsere geheimnisvolle Forschung im Gebiet gepflegter Drinks und frittierter Kartoffeln voranzutreiben.

 

Wir schlenderten durch das kontrastreiche Stadtbild vorbei an kleinen neoklassizistischen verfallenen Villen, imposanten Protz-Kommunisten-Bauten und modernen Glaskästen. Die Straßenschilder gleichen denen in Paris und als wir auf unserer Terrasse in der Sonne über die Dächer Bukarest blickten, musste ich zwangsläufig daran denken, dass dies hier vielleicht sogar das bessere, in jedem Falle entspanntere, Paris sei.

 

Nun galt es noch herauszufinden wie die Rumänen es mit den Pommes halten – Etwa französisch und dünn geschnitten? Oder russisch an Bratkartoffeln orientiert?  An der ein oder anderen Imbissbude sahen wir schon das knusprige Gold bruzzeln. Ein gutes Zeichen. Der Local unseres Vertrauens empfahl uns ein Burger-Restaurant im Norden namens Biutiful, direkt an einem überdimensionalen Tümpel gelegen. Wir liefen in der Mittagssonne am Ufer entlang und bogen neben dem Tennisclub in das Restaurant ein.

 

 

Wir wurden begrüßt von einem Kellner in einer seltsamen blau-grauen Uniform. Was wohl im Rahmen des maritimen Konzepts des Laden, wie zwei Schichten Wasser aussehen sollte, wirkte am Leib der männlichen Mitarbeiter eher wie ein merkwürdiges Korsett. Rita versuchte kurz ihr Handy an der Starkstrombüchse zu laden, bis der Kellner uns eine Powerbank brachte. Am Tisch setzte Erleichterung ein, Rita könnte weiter jede Sekunde unseres Aufenthaltes per Snapchat live in die Welt übertragen.

Wir bestellten Pommes und Burger und warteten gespannt. Neben uns kamen und gingen Familien und Freundesgruppen. Eine hochgewachsene Frau trug einen silbernen, glänzenden Lederminirock auf den Rita neidisch schielte. Maximilian merkte an, dass der Rock eine umgedrehte Riesen-Caprisonnen-Verpackung sei. Er hatte nicht unrecht, aber die merkwürdige Feststellung war bestimmt auch auf seinen Spritz zum Mittag zurückzuführen.

In der leichten Brise wog sich das Holzmobile über der Bar, die Leuchtschrift der Toiletten blitze auf und erlosch aufs Neue. In den tiefen, gut gepolsterten Bänke ließ es sich gut lungern. Es dauerte eine Zeit bis unser Essen kam, umso gieriger stürzten wir uns darauf.

Die Fritten waren mittelbreit geschnitten, mit Kräutern bestreut und goldgelb frittiert. An der knusprigen Haut waren sie sofort als handgemacht zu erkennen. Ästhetisch hatten wir im Prinzip nichts auszusetzen, wobei die Kräuternummer schon eine Geschmacksfrage ist.

Wir waren allerdings positiv überrascht,  denn die Kräuterpanade war dezenter Natur. Neulich hatte ich in Berlin schrecklich viel Oregano auf den Pommes, das war ein billiger-Pizza-Alptraum in Frittengestalt. Nicht so jedoch unsere Fritten im Biutiful. Sie waren gut gesalzen und hatten eine angenehme Kartoffeligkeit. Der Crunch war überwiegend gut, ab und an habe ich mal eine leicht wabbelige Fritte erwischt. Wir waren uns einig, dass wenn man die Fritten extra knusprig bestellte, eine aussergewöhnlich-gute Pommes erhalten würde.

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Saucentechnisch griff man hier auf altbewährte Heinz-Saucen zurück. Solide, aber nicht überragend. Besonders stark war Ritas knoblauchige Joghurt-Paste, die die perfekte Ergänzung zur krossen Pommes abgab. Die Burger und Hänchenspieße waren saftig und die Drinks erfrischend. Wir konnten uns kaum beklagen!

 

Während wir entspannt snackten und loungten , mussten wir wieder die unheimliche Veränderung von Maximilian feststellen. Sobald bei ihm eine gewisse Grunderholung einsetzte, lag sein Haar auf einmal in schleimig-provokanter Pose, welches er mit einer lässigen Handbewegung noch weiter in Form brachte, sein Lächeln überzog sein ganzes Gesicht, der Blick wurde unangenehm hypnotisch. Auf einmal war Max: …

ein Urlaubs-David-Garett!

Maximilian stellt sich vor diese Fritte wäre eine Geige!

 

Bei 30 Grad lagen wir im Foodkoma und besprachen die Wertung: Wegen dem noch ausbaufähigen Crunch und der eingeschränkten Saucen Auswahl entschieden wir uns für eine solide Wertung von 3,5 von 5 möglichen Fritten! Der Schuppen ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

P.S.: Max hat sich in der Heimat und dem Sog des Alltags wieder gefangen. Ein wenig bangt es uns aber schon vor den nächsten freien Tagen mit ihm 😉

 

Biutiful by the Lake

7-9 Nordului Street,

Bucharest, ROMANIA

Die politische Fritte

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Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir am Freitag dem 16.09.2016 zu einem Abgeordnetenhauswahlen-Special laden. Gemeinsam mit den Kandidaten Florian Noell (CDU) und Marc Urbatsch (Bündnis90/Die Grünen) treffen wir uns in der Arminiusmarkthalle – Markthalle Moabit auf ne Portion Pommes!

Hier zum Facebook Event.

Wir freuen uns schon riesig!

P.S. Sonntag Wahlen nicht verschlafen!

 

Eine Liebe geschmiedet im heißesten Frittenfett

Unser Frittendichter John Osinski ist zurück! Inspiriert von Martin, der auf Tinder seine große Liebe in einer Pommesverkäuferin sucht, hat John diese rührende Fiktion verfasst:

Er konnte sie schon von weitem schnuppern, und als sie ihren Zweckpony aus der Stirn strich, war es um ihn geschehen. Das war sie also: Sylvie ihr Name, wie er später herausfand, Nachname egal, da sie bald seinen tragen würde, wie sie später herausfand.

Obenrum ganz Frau, wulstige Lippen ganz furchig für die Mayoverköstigung, Brüste wie plüschige Kissen, auf denen sie die tubenförmigen Arme nach zu heftigem Schwenken der Salzschüssel ausruhen konnte, und kräftige, dralle Beine, wie ein paar Spieße Premium-Kebap direkt aus der Folie.

Ihre Liebe war eine Heiße, geschmiedet im heißesten Frittenfett, und als er den noch knisternden Zwiebelring ihrem zitternden Finger überzog, besiegelten sie eine Liebe, die auf ihren tiefsten Gefühlen wurzelte, so tief wie die Summe aller Kartoffeln, die sie je der Erde entnommen und zu goldenen Edelfritten gekürt hatten.

Ein Traum! Danke John!

Die Stunde der Chili-Cheese-Fritten aus Brooklyn

Es ist Sonntag in der großen Stadt und für Pommesluv ist klar- heute muss eine New Yorker Institution die Frittentauglichkeit bestehen. Für die vollkommen überarbeiteten Bewohner aller Boroughs ist der Brunch die einmal wöchentliche Gelegenheit sich über das Leben des engeren Freundeskreises zu updaten und sich gegenseitig dabei zu beobachten, wie man Unmengen von Kalorien verspeist.

Wir sind verabredet in Prospect Heights-Heimat für hippe Familien und aufstrebende Young Professionals. Das perfekte Pflaster, um der Brunchkultur näherzukommen. Wir sind für 12 Uhr verabredet und wollen uns spontan für eine Lokalität entscheiden. So weit so gut- wäre da nicht die notorisch unzuverlässige Subway, die am Wochenenden eine Anreise von einem Teil Brooklyns zum Anderen zu einem gefühlten Transatlantikflug macht. So treffen wir gänzlich ausgehungert gegen halb 3 an der Flatbush Avenue zusammen. Uns ist klar, Egg Benedict und Fritten sind jetzt zu wenig: Wir müssen die Königsklasse Amerikanischer Protein- und Kohlenhydratkultur in Angriff nehmen- das Barbecue. New York ist nicht zum BBQ-Belly der USA, aber die Qualität hat sich Dank der neuen Brooklyner Bart- und Craft-Beer-Eliten in den letztem Jahren deutlich verbessert. Morgan’s Barbecue ist all das, was man aufgrund seiner Location und Spezialisierung erwartet. Holzbänke, Industrielampen, Bier aus Gurkengläsern und Biofleisch aus lokaler Produktion (wo zum Teufel kann man eigentlich in NYC Ökoschweine halten?)

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Wir bestellen eine große Portion Brisket, einen Haufen Schweinerippchen und einen Berg Pulled Pork. Dazu eine Portion normale Fritten und wie uns gesagt wird die Spezialität des Hauses: Chili-Cheese Fries.

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Bevor wir ans Eingemachte bei den Fritten gehen, sollte erwähnt werden, dass das Fleisch sämtliche unserer Erfahrungen mit BBQ an der Nordostküste sprengt: Das Brisket war unvergleichlich zart und saftig. Die Rippchen konnten mit einer sehr exquisiten texanischen Marinade aufwarten.

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Unsere Fritten werden serviert in Pappschalen und es fällt schnell auf, dass sich die Fritten farblich kaum von ihrem Behältnis unterscheiden. Auch geschmacklich hat man eher das Gefühl auf Altpapierstreifen zu kauen, als Kartoffeln im Mund zu haben. Wir halten enttäuscht fest, dass diese Fritten nicht nur äußerlich, sondern auch geschmacklich schlicht pappig sind.  Bei den Chili Cheese Fries wird hingegen deutlich, dass bei Morgan’s vor allem darauf gesetzt wird die Fritten als Träger der äußerst gelungenen Käse-Chili-Zwiebelsauce zu verwenden. Dazu gibt es zarte Schweinefiletstücke. Sehr überzeugend!

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Das gibt der Gesamtbewertung zwar einen Extrapunkt, aber da die Pommes an sich schlicht enttäuschend war reicht es für Morgan’s nur zu 2/5 Fritten.

Wir wollen aber mal nicht so sein uns sprechen dennoch eine Empfehlung für das BBQ aus. Allerdings sollten Fritten nur in der Chili-Cheese-Variante konsumiert werden.

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Morgan’s Barbecue

267 Flatbush Avenue

Brooklyn, NY

http://morgansbrooklynbarbecue.com/

 

 

 

 

 

 

Gentri-Schnipo-Stammtisch im Beuster

Zugegeben, unser Schnipo-Special im Beuster ist schon länger her. Die Verzögerung hat folgende Gründe:

  1. die Lichtverhältnisse sind in dem Laden so schrecklich, dass jedes Foto nach Sonnenuntergang eine Zumutung ist (meine Instagram-Recherche bewies das).Deshalb haben wir nun improvisiert mit der Darstellung des Testerlebnisses…
  2. die Fritten waren einfach nicht so geil.

Der Beuster (oder auch die Beuster Bar) wurde seit Eröffnung als DER neue gepflegte Ort für Essen, Treffen und überkandidelte Drinks in Neukölln, genauer Weserstraße gehandelt („The place to Be(uster) in Berlin„).

Auch die Kunde von den guten Pommes wurde weit über die Grenze des Kottbusser Tors in die Reststadt getragen. Per Abstimmung auf unsere Seite wurde es zur Schnipo-Special-Stammtisch-Location gekürt. Und so versammelte sich die Pommescrowd zum gesetzten Dîner an einer langen Tafel. Die Mehrzahl unserer Tester ist (wie ich) das erste Mal hier. Von zirka 15 Gästen, nehmen neun als aktive Pommestester an unserer Verköstigung teil. Die Nachzügler saßen an einer kleinen Tischecke bei sich gegenseitig auf dem Schoß. Der Laden brechend voll. Die Mitarbeiter etwas ratlos. 

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So ungefähr sah es an unserer Tafel aus

Um uns herum ist Trubel. Ich habe das Gefühl der Laden ist besonders beliebt für „Mädelsabende“ von coolen Girls, die es sich in Neukölln jetzt auch mal gut gehen lassen. Toll, jetzt muss man für teures Essen und Heititei-Drinks nicht mal mehr nach Mitte fahren.

In meiner schwarzen Lederleggings, geschmückt mit einem opulenten Fellkragen und Dackelwelpen, hielten mich einige der Rennrad-Damen für einen Teil ihrer nicht assimilierten Peergroup, vor der sie vor zwei Jahren aus Städten wie Düsseldorf oder München geflohen sind. Dieser lächerliche Trugschluss manifestierte sich in tödlichen Blicken. Ich ignorierte dies in der Gewissheit, dass es sich hier um nasenberingte Kidz in prekären Arbeitsverhältnissen mit gutem Draht zu Mami und Papi, welche die kostspielige Lifestyle-Zeche noch weit in die 30er zahlen, handelt und ihre spießige Piefigkeit in ihrem Erbgut bestimmt seit drei Generationen Kirche, Küche, Eigenheim tief verwurzelt ist (aka #richkidsofneukoelln).

Die Fritte & die Sauce

Wir bestellen kollektiv Schnipo und sind überrascht, dass alle Teller ziemlich zeitgleich kommen. Nun mal inhaltlich zur Fritte: Der Geschmack, also Frische, Salzgrad und Intensität, wurden eher mittelmässig bewertet: 2,78 Fritten von 5 möglichen. Es handelte sich um dünne Fritten französischer Art aus frischer Kartoffel. Ich probierte etwas herum auf den Tellern meiner Mittester und muss sagen, dass die Qualität sehr schwankte. Von dem perfekten Crunch über wabbelige Pommes bis hin zu verkohlten Ecken war alles dabei. Anlass zum Tratsch gab auch die Form immer wieder. Bei jedem Tester versteckten sich unter einem Pommeshaufen zwei halbe frittierte Kartoffeln (wohl die Endstücke). Gleichzeitig hatte man auch oft so krümmelige Mini-Fritten auf dem Teller.

 

Die förmliche Frittenvielfalt. 

Insgesamt machte das einen unausgewogenen Eindruck. Deshalb schnitt wohl das Aussehen mit 2,78 Punkten auch nur im Mittelfeld ab. Der Crunch wurde mit 3,0 Pommes etwas höher bewertet. Die Knoblauch-Mayo war zwar sehr lecker, aber die Portion hätte noch ein wenig größer sein können.  Auch wurde grundsätzlich eine größere Saucenauswahl um die Pommes herum vermisst.

Traurige Mayoflasche als Symbol für kleine Saucenauswahl. 

 Das Schnitzel

Das Schnitzel konnte eine 3,0 auf der Bewertungsskala erreichen. Es war hoffentlich Kalb, dünn und RIESIG. Kaum ein Tester am Tisch hat sowohl Pommes als auch den riesen Fladen Schnitzel ganz geschafft. Kritik musste das Schnitzel einstecken, weil es für manche Tester zu trocken war und die Panade zu dominant.

Der Laden & das Personal

Die Bewertung des Ambientes sorgte für Zwiespalt im Testerstab. Manche erwähnten sie positiv : „Tolle Kerzen“, „Schönes Lokal“, „Atmo ist ein Pluspunkt“. Andere sahen klare Minuspunkte: „schlechte Lichtsituation“, „zu fancy Hipster überladen“. Oder „Es ist kein Zusatztisch möglich, die Teller sind nicht vorgewärmt und die Musik zu peppig für Restaurant.“Zu peppig – vernichtend- hehe ;).

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Meine künstlerische Verarbeitung des Beusters: Zu dunkel für Fotos und grüne Fliesen. 

 

Gemütlich isses!

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Die Bedienung war höflich und bemüht. Man hatte nicht wirklich den Eindruck, dass dort alles unter Kontrolle ist, aber es war ok. Für Kompetenz, Charme und Schnelligkeit erhielten sie eine Bewertung von 3,11.

Die Kellnerin ist ne süße Maus!

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Der vermutlich sensibelste Teil des Tests war das Preis-Leistungs-Verhältnis. 
Dies wurde am schlechtesten bewertet mit 2,54 Pommes. Auch wenn wir einen lustigen Abend hatten, waren wir uns doch alle einig, mit dem nächsten Stammtisch wieder in eine Bude zu gehen. In Anbetracht des Preises waren die Fritten nicht der Oberkracher und das wahre vereinigende Potenzial einer Portion Pommes kann sich doch nur an einer charmanten Imbissbude voll entfalten.

Wenn Edeka gut und günstig ist, dann ist Beuster schlecht und teuer!

anonymer Pommestester

Fazit

Wer seine Eltern aus Westdeutschland zu Besuch hat und ihnen mal zeigen will, dass Berlin Neukölln „echt nicht mehr nur Rütli-Schule ist“, der kann auf ihre Kosten bestimmt einen netten Abend im Beuster haben. Pommesmässig hat das leider keine neuen Standards gesetzt. Die Gesamtbewertung liegt bei 2,78 Pommes von möglichen 5. Wer weiß, vielleicht hatten sie auch nur einen schlechten Tag. Schreibt uns doch wenn ihr ganz andere Erfahrungen gemacht habt!


Beuster Bar

Weserstraße 32

12045 Berlin

Wir danken dem Beuster, allen Pommestestern und Annabel für den kreativen Einsatz und bereiten nun die Frühlingsedition des Stammtischs vor. Dann wieder ganz klassisch wie Horst Schimanski Fritten genießen würde, mit einem fuseligen Bier und ehrlichen Leuten an einem kleinen Imbissbüdchen.