Paris Bar – Die beste Frittenbude Berlins?

Die legendäre Paris Bar ist vor allem für drei Dinge bekannt:

  1. Als „Institution und Treffpunkt der erfolgreichen Kunst- und Filmszene“ mit exzentrischem Künstler-Wirt
  2. Die mal mehr, mal minder prominenten Gäste
  3. Der rau-schnoddrige Ton des Personals

Doch Kenner wissen: Es gibt noch eine vierte Dimension.

     4.  Pommes. Manch einer behauptet, es seien die besten der Stadt.

Das prüfe ich heute gemeinsam mit meiner charmanten Pommes-Test-Assistentin Luna. Als gebürtige Westkids haben wir beide natürlich eine gemeinsame Vergangenheit mit diesem Lokal. Auch wenn die Gäste mehrheitlich aus betuchten Best-Agern bestehen, kann man hier, vielleicht besonders als junger Mensch, sehr unterhaltsame Abende verbringen. Garant für solche Nächte sind kulturelle Ereignisse im Einzugsgebiet (bspw. Berlinale) oder wenn Wirt und Künstler Michel bei guter Laune das gesamte Restaurant bis in die späten Morgenstunden unterhält.

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Den Pommestest führen wir an dem kleinen, „loungigen“ Katzentisch neben den Toiletten durch. Das mag sich erst einmal nicht besonders vorteilhaft anhören, doch der Tisch ist einer meiner Lieblingsplätze. Zwangsläufig kommt jeder Gast wie Mitarbeiter an einem vorbei, man hat einen guten Überblick über das Geschehen und sitzt gemütlich auf der tiefen Ledercouch. Neben uns hängt ein überdimensionales Portrait von Yves Saint Laurent, darüber schmuddelig-ordinäre Mangakunst. In jeder Ecke hängt und steht irgendein skurriles Werk, ist man gefangen in einer langweiligen Konversation, kann man sich damit herrlich die Zeit vertreiben…

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Wir bestellen also Pommes mit Sauce Béarnaise und Ketchup. Und sie sind tatsächlich vorzüglich. Eine perfekte Salzung, strahlendes goldgelb und ein guter Crunch. Die Holzpiekser verleihen dem ganzen die wahre Pommesatmosphäre. Wir merken sofort: Wir haben es hier mit Profi-Friteuren zu tun. Auffällig ist, dass die Paris Bar ihre französichen Anteile hochhält und dünne Streifenpommes serviert, wie sie normalerweise westlich des Rheins zu finden ist.  Maximilians Geschichte von dem Untergang der französischen Fritte können wir hier ganz und gar nicht bestätigen.

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Nun zu den Saucen: Die Sauce Béarnaise ist definitiv die beste Berlins und damit auch den stattlichen Preis von 3,50€ wert! Ein Zaubertrank aus Butter, Weißwein und Estragon. Auch die Konsistenz überzeugt. Ganz groß!!! Dagegen bleibt der Ketchup leider eher durchschnittlich. Zwar tomatig, aber da ist geschmacklich noch Platz nach oben.

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Luna

Unser Urteil: Die Paris Bar rangiert ganz sicher unter den besten Frittenbuden Berlins. Der Crunch war gut, aber es geht noch knuspriger. Unsere Empfehlung ist sie daher „extra knusprig“ zu bestellen. In der Sauce Béarnaise könnten wir baden, der Ketchup bleibt nur leider enttäuschend. Daher vergeben wir 4 von 5 Pommes.

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Paris Bar

Kantstr.152

10623 Berlin

Tel. +49 (30) 313 80 52

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