Der ultimative „Kann ich Pommes in dem Irish Pub um die Ecke essen?“ Test

Es war einmal ein verkaterter Samstag Mittag, Stefan aka DJ Frank Freshness kündigte sich in Charlottenburg als Pommestester Assistant an und weigerte sich diese eine berüchtigte Taxifahrer-Wurstbude zu testen, die ich schon seit langem auf der Agenda habe.

Seine langjährige Arbeit im White Trash mache aus ihm einen Pommes-Burgerexperten, deshalb sollten wir nach einem Burger Ausschau halten. Natürlich habe ich die Burgerbuden in meinem direkten Umfeld schon abgegrast, er schlug vor das Experiment zu wagen und Pommes bei dem Irish Pub um die Ecke zu essen. Ich bin kritisch, aber auch verdammt hungrig. Wir setzten uns in den Vorgarten des Irish Harp (wie könnte der Schuppen auch anders heißen?).

Wir sitzen relativ einsam in der Herbstsonne, nur zwei andere Gäste warten ebenfalls auf das Mittagsmenü. Stefan und ich fachsimpeln über die beste Zeit um Essen zu gehen. Ich denke, jetzt dürfte in der Küche nicht so viel los sein, unser Burger und Pommes also besondere Aufmerksamkeit des Kochs genießen. Der Gastroprofi Stefan ernüchtert mich mit seinen Ausführungen wie es in Burger-Küchen zugeht. Bestellungen über den Tag nerven eher das Küchenpersonal, da sie bereits alles für den Abend schnippeln und vorbereiten wollen. Daher gäbe es das beste Essen, wenn die Küche abends auf Hochtouren läuft und jeder seine gekonnte Routine abspielt. Klingt plausibel.

Stefan spielt den Vorfall nach – immer noch traumatisiert vom Food-Blog-Horror

In der Vergangenheit hat Stefan eher schlechte Erfahrungen mit Bloggern gemacht. Nach einem geschäftigen Abend und mit dem Service unzufriedenen internetaffinen Gästen, brach ein regelrechter Shitstorm über ihn hinein. Seine Geschichte erinnert mich ein wenig an diese mega gelungene letzte Southparkfolge zum Thema Yelping.  Er versichert mir, dass dies sein einziges Food-Blog-Gastspiel wird. Ich fühle mich geehrt.

Wir bestellen einen Cheese-Burger, einen Gravy Roasted Burger, Pommes und viel Cola. Die Bedienung ist freundlich. Wir beginnen ein tiefgründiges Gespräch über Pommes. Was versteht Stefan unter der perfekten Fritte? Gleichmässig geschnitten und kross sollen sie sein. Er lässt sich auch zu einem überraschenden Geständnis zu Tiefkühlfritten hinreissen (schaut euch das Video an):

Endlich kommen unsere Fritten und Burger. Das Küchenpersonal scheint doch hauptsächlich am Vorbereiten für den Abend gewesen zu sein 😉

Die Portion ist ordentlich und die Pommes leuchten goldgelb. Die Optik ist schon mal spitze. Der Ketchup ist klassisch von Heinz, das erschmecken wir beide gleichzeitig.

Doch wir vermissen Mayo und bestellen diese nach. Die Bedienung bringt eine Sauce und fügt hinzu „nicht wundern wegen der Farbe. Die Mayo ist selbstgemacht.“. Wir werfen einen Blick auf den Saucentopf und erschaudern tatsächlich.

Was ist das? Die sonst weiß-creme-gelbliche Farbe der Mayonnaise wurde hier mit einem stechenden Kurkuma-Senfton vertauscht. Auch der Geschmack ist so gar nicht Mayonnaisig und ähnelt ebenfalls keiner mir bekannten Pommessauce.

Nun ja zurück zu den Pommes. Wir sind uns beide einig, dass wir stark nach salzen müssen. Stefan hebt den natürlichen Geschmack der Pommes hervor. Ich finde sie zu hart und irgendwie einfach fad. Der Burger ist auch nur so lala und so wird die anfängliche Freude über die Portion zum Fluch. Ich schaffe es kaum, Stefan verputzt seinen Teller und schmiert sich noch einmal extra viel von der gelben Mayo ins Gesicht für das Foto:

Unsere Wertung: 2 1/2 von 5 Pommes! Naja also man kann schon im Irish Pub um die Ecke Fritten essen. Aber so ein richtiges Feuerwerk der Sinne war es nicht. Höchstens diese quitschgelbe „Mayo“ – aber auch eher im negativen „mir-fällt-in-Kreuzberg-ein-Böller-auf-den-Kopf“-Sinn. Stefan hat sich dennoch als super Test Begleitung erwiesen. Wir kommen bestimmt noch einmal auf seine Expertise zurück!

The Harp

Giesebrechtstraße 15

10629 Berlin

Fernsehempfehlung: Reisen für Genießer – Die belgische Fritte

An dieser Stelle möchten wir gerne auf ein aktuelles Fundstück aus der Arte Mediathek hinweisen: Es geht (worum auch sonst) um die FRITTE!

Genauer gesagt um belgische Fritten und um die Nationalkultur der frittierten Kartoffel. In Belgien gibt es nicht nur die traditionellen Buden namens „Fritkot“, sondern auch eine eigene von Pommes inspirierte Kunstschule und die passende Wanderausstellung. Wir wünschen viel Vergnügen auf diesem Ausflug zum Herz der Pommeskultur!

http://www.arte.tv/guide/de/048561-015/reisen-fuer-geniesser

Kollektive Meinungsfindung an Tom’s Fritten oder der erste Berliner Pommesluvstammtisch

Für den ersten Berliner Pommesluvstammtisch luden wir an einem sonnigen Spätsommer Samstag (seit der neuen Staffel Schwiegertochter gesucht bin ich süchtig nach Alliterationen)  zu einem denkwürdigen Ort: Tom´s Fritten an der Oranienburger Straße. In Berlin Mitte, genauer zwischen Tacheles, Synagoge und Straßenstrich liegt hier ein Kleinod der hauptstädtischen Pommesszene.

Hintergrund des Treffens war ein im Sommer entbrannter Streit im Pommesluv Team über Tom’s Kartoffelkunst. Nikolas, ein externer Tester, bewertete sie mit ganzen 4 1/2 Pommes, die eine Hälfte der Korrespondenten protestierte und behauptete es seien die schlechtesten Pommes überhaupt. Die andere Hälfte betonte den kultigen Charakter der Traditionsbude und die Frische der Kartoffeln. Ratlos vereinbarten wir diesen Fall vorerst auf die Bank zu schieben und zu einem späteren Zeitpunkt zu Tom zurückzukehren.

Kommt Zeit, kommt Rat: Warum nicht die Pommescrowd zum Testen einladen und online geheim abstimmen? Idee für gut befunden, Pommesluver eingeladen, online Questionnaire aufgesetzt, Tischwipfel gebastelt, Dackelwelpen eingesteckt – Los ging das kulinarische Abenteuer!

Dackelwelpe und Tischwipfel – Wer kann da dem Pommestest widerstehen?

Um den traditionsreichen Food-Truck herum befindet sich mittlerweile eine kleine Garten- und Pavillionlandschaft, die uns zum gemütlichen Verzehr einlud. Nach und nach trudelten unsere Pommestester (n=13 + zwei, die sich der online Abstimmung entzogen haben) ein und bestellten unterschiedlichste Frittenvarianten à la carte.

Pommesluverin Marlene und die Qual der Wahl der Pommessauce

Nun endlich zu der FRITTE und den Ergebnissen der Abstimmung:

Der Geschmack der Fritte (also Intensität, Frische und Salzgrad) wurde von der Crowd mit 3,6 Pommes (auf einer Skala von 1 sehr schlecht und 5 sehr gut) bewertet. Die Fritten wurden aus frischen Kartoffeln gemacht, das war sofort ersichtlich. Doch zwei Pommesluver wiesen darauf hin, dass das Frittierfett noch etwas frischer sein könnte. Grundsätzlich gilt bei diesem Ergebnis im guten Mittelfeld jedoch auch, dass innerhalb des Testes die Fritten sehr unterschiedlicher Qualität waren.

Wer die Kartoffel nicht ehrt, ist die Fritte nicht wert!

Pommesluverin X: „Köstliches Produkt!

Etwas schlechter schnitten Tom’s Fritten in der Kategorie Aussehen ab. Nur 3,3 Pommes für Form und Farbe. Dieses Ergebnis ist ebenfalls der großen Varianz zu zurechnen. Mal gab es sehr krosse, braune Pommeskrümel, mal schöne goldgelbe Frittenstangen.

Ein goldgelber Traum!

Krosse, krümelige Kartoffelreste

Ein hervorragendes Ergebnis erzielten die Fritten mit 4,5 Pommes im Crunch. Eine labbrige Pommes ward von keinem unserer Tester gesichtet!

Auch die Saucen- und Getränkeauswahl wurde mit 4,5 Pommes sehr geschätzt! Probiert wurden von uns Chili-Hot, Indisch Curry, Sambal Hot Mayo, Knoblauch Mayo (sehr empfehlenswert!), holländische Frittensauce (sehr gut!), Kartoffelcreme (die Metaebene unter den Pommessaucen), Grüne Oliven Mayo, Barbecue Mayo, Spezial (leider mit zuwenig Zwiebeln) und Oorlog. Mit anderen Worten: Ein Feuerwerk der Sinne und eine Reise um die Welt der Frittensaucen. Herrlich!

Oorlog – niederländisch für Krieg – bedeutet auf der Fritte Mayo + Zwiebeln + Erdnusssauce!

Große Portion Pommes mit Chili- Hot Sauce

Die Metabebene für Kartoffelfans: Kartoffelcreme

Frites Speciaal -doch nur ein kleiner Zwiebelhauch 😦

Geheimtip: scharfe Mayo

Der Service konnte an diesem Nachmittag leider nicht punkten. Zwar war der Profi-Fritteur vorher informiert, doch ging es ihm nach eigenen Angaben nicht so gut. Der Frittenansturm konnte dementsprechend nicht in der üblichen Geschwindigkeit abgewickelt werden. Das kostete Tom`s Fritten eine Wertung von 3,2 Fritten für den Service. Ich konnte ihm die Verpeiltheit mit seiner Entschuldigung verzeihen, andere gingen härter ins Gericht:

„Uncharmante Bedienung, wirkt teils sehr gestresst!“

„Servierdauer zu lang!“

Prominente Fans vertrauen auf Tom’s Fritten!

Bernhard Hoecker und Ralf Bauer sind ebenfalls Fans der Bude

Das Preis-Leistungsverhältnis liegt mit 3,6 Pommes im Mittelfeld. Eine kleine Portion Pommes kostete 2,00€, eine große 3,00€. Saucen variieren zwischen 30 Cent und 70 Cent.

Besonders positive Erwähnung fanden noch: die „berliner“ Atmosphäre und charmante Lage  (das wurde von einem anderen Tester ebenfalls positiv bewertet jedoch ausgedrückt als „die Nähe zum Straßenstrich„) sowie das nette Publikum.

Pommesluverin Diana im Partnerlook mit Tom’s Maskottchen.

Ein Ambiente indem man gemütlich hitzige Debatten über Pommes führen kann!

Der Fritte auf der Spur – die Crowd.

Negativ fielen auf: „Zu viele Mittehipster„, Touristen und das Nichtvorhandensein eines WCs (das indische Restaurant daneben kann jedoch mit recht attraktiven Pissoirs aufwarten, erzählte sich die männliche Testerschaft am Tisch).

Alles in allem stellt Tom`s Fritten eine solide Pommesstation in Berlin dar. Für die Saucenauswahl und die Atmosphäre lohnt sich ein gelegentlicher Besuch. Die Gesamtwertung lautet: 3,9 Pommes! 

 

Was denkt ihr? Habt ihr andere Erfahrungen mit Tom´s Fritten gemacht? Oder stimmt ihr uns zu? Schreibt es in die Kommentare!

Tom’s Fritten

Oranienburger Str. 43a

10117 Berlin (Mitte)

Öffungszeiten: So-Do 12-1 Uhr, Fr, Sa 12-4 Uhr


Für alle, die jetzt nicht genug der Fritten haben, haben wir noch ein kleines Special über die Beschaffenheit der Pommescrowd vorbereitet:

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Einen ehemaligen Tom´s Fritten Fan konnten wir auch für den Test zurückgewinnen. Bereits vor zehn Jahren war er dort nächtlicher Stammkunde. Er konnte natürlich mit sehr guten Insights aufwarten! Sein Tip: die Sambal Hot Mayo Sauce!

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Unsere Pommescrowd war weiblich dominiert. Leider haben wir zu wenige Informationen über den Frittengeschmack von anders-geschlechtlichen. Wir suchen diesbezüglich weiter und planen ein investigatives Special (evt. in Kooperation mit der Fachschaft für Gender Studies an der HU)…

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Mehrheitliche Pommes-Profis…

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… mit Herz für die Fritte!

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Klarer Favorit: Belgien

Die Jupperia – Ein kulinarischer Ausflug ins Münsterland

Bereits Wochen im Voraus bereitete mich meine Reisebegleitung auf das versprochene Pommes-Highlight des Münsterlands, die Juppschale, vor.

Er, aufgewachsen im Münsterland und seines Zeichens ebenfalls Frittenliebhaber, konnte mir zwar nicht genau erklären, was sich in einer Juppschale verbarg, doch sehr gute Pommes und Gyros seien Bestandteile. Ich war vorfreudig-gespannt, aber auch kritisch. Die Anreise verzögerte sich durch eingeschlafene Ortskenntnisse meines Locals (wir machten zwischendurch noch auf einem Flugplatz halt, doch das war ein falscher Imbiss, der statt Pommes überwiegend Blechkuchen führte) und den Umzug des Treckeberg Grills von Haltern am See nach Lüdinghausen nun Jupperia.

Angelos Vorgarten ist besonders im Sommer ein netter Ort um nach der Jupp Schale noch auf ein, zwei Bierchen zu bleiben. Stammgäste, Camper und Biker geben sich hier die Klinke in die Hand. Eine lebendige Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt.

Ich hakte noch einmal nach „Pizzeria? Sind wir wirklich richtig hier?“. Bereits etwas entnervt wurde mir versichert, dass Frittenspezialitäten und Pizza sich nicht ausschließen. Ich konterte damit, dass „internationale Spezialitäten“ nie etwas Gutes verheißen würden. Ich riss mich zusammen und betrat das charmant-rustikal eingerichtete Lokal.


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Wir wurden in Windeseile  von der Wirtin (Angelos Frau) begrüßt und mit Speisekarten ausgestattet. Hinter den Salaten verbarg sich der versprochene Insider die Jupp Schale  und die Django Schale. Ich wählte die Jupp Schale also Pommes, Gyros, Krautsahne und Mayo. Meine Begleitung entschied sich für Django mit Chili-sauce und Tzatziki. Als wir die Berge auf den Tellern sahen, war klar der Preis von  4€-4,50€ ist mehr als fair!

  

Nach dem ersten Biss konnte die Euphorie für diese Frittenode nur teilen. Diese Komposition funktioniert wirklich ganz wunderbar: der knuspriger Gyros, das frische aber sahnige Kraut, bissfeste Pommes und viel cremige Mayo. Wenn ich davon schreibe, bekomme ich glatt wieder Appetit.

Die Portion ist riesig und doch möchte man den ganzen Teller leeren. Zugegeben danach setzte ein Gefühl zwischen unendlicher Glückseligkeit und einer ad-hoc Herzverfettung ein. Dies würde mich jedoch nie von noch einer erneuten Portion abhalten! Von der Django Schale wurde ebenfalls in höchsten Tönen geschwärmt. Doch hier sei der Pommesliebhaber gewarnt: Es ist sehr scharf! 

Die Django Schale – ein feuriges Vergnügen!

Mhmmm… Eine Jupp Schale aus nächster Nähe! 


Nach den getanem Werk haben wir noch ein wenig mit der herzlichen Wirtin geplaudert. Eigentlich wollten sie bereits in den Ruhestand gehen, doch Angelo juckt es einfach immer wieder in den Fingern. Deshalb haben sie ihren neuen Laden eröffnet. Wir finden, das ist eine sehr gute Entscheidung. Die Jupp Schalen sollten der Pommeswelt nicht vorenthalten werden!

Unser Urteil: Insgesamt echt stark! Super Atmosphäre und allein die Komposition muss belohnt werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist auch kaum zu überbieten. Der Pommesexperte muss trotz alledem etwas Abzug für die Industriefritten und -mayo geben. Daher 3 1/2 Pommes für die Jupperia – die Empfehlung dort unbedingt hinzugehen gilt dennoch uneingeschränkt!

Jupperia bei Angelo

17:00-22.00

Leversum 85

58349 Lüdinghausen

Bitcoins und Paprika Pommes im Room 77

An einem sonnigen Maiwochenende kann man sich wahrlich nichts Schlimmeres vorstellen, als inmitten Kreuzköllns, der Reuterstraße nämlich, einen ruhigen Patz in einem Café zu ergattern – Kinderwägen und Nachbarn, die innig miteinander auf dem Bürgersteig plauschen, so den Weg versperren und mit ihren selbstausgerichteten Blasmusikkonzerten (Ja, das sahen wir wirklich!) ihre dörflich-spießige Idylle mit Filzpantoffeln an den Füßen in Kreuzberg leben.

Ih, Zottelkissen!

Ih, Zottelkissen!

Welch‘ Glück, da kommt uns der Rebell dieses Paradieses, das amerikanische Restaurant Room 77 (Untertitel: Restaurant at the end of capitalism: warm beer, cold women and fast food made slow)  mit anmutendem Raucherbereich innen und außen und der wirklich großartigen Bezahlungsoption Bitcoins doch gerade recht!

Nachdem unnötiges und hinderliches Dekor (ein verfilztes Zottelkissen) entfernt wurde, folgt ein Blick auf die Speisekarte:

Es offenbart sich zunächst eine große Bier- und Softdrinkauswahl.

Ein weiterer Pluspunkt: Die Saucenauswahl: Mit hausgemachter Knoblauch Mayo, Sour Cream, Ketchup ( wir ließen ihn auf der Zunge zergehen und sagten beide im Chor „Heinz!“) und Salsa als Auswahl kann man nichts falsch machen. Uns ist klar: Der Stellenwert der Pommes wird durch die Saucen unterstrichen.

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„Tiefsinnige“ Systemkritik an der Wand

Auch neben den (oft auch gelobten) Burgern des Hauses, drängen sich besonders die hausgemachten Potato Wedges des Room 77 in den Vordergrund der nicht geringen Essensauswahl. Schön, dass ein Restaurant die sonst oft als Beilage abgetane Kartoffel noch schätzt. Unschön hingegen, dass es nur Potato Wedges (obwohl sie wie Pommes aussehen) gibt und keine normalen Pommes Frites.

Mehr Pommesvielfalt wäre wünschenswert.

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Zwei Berge „Wedges“


Der Burger - Fantastico!

Der Burger – Fantastico!

Nun zur nahen Verwandten der Pommes an sich: Die Optik lässt schnell erkennen, dass diese Wedges in der Tat selbstgemacht sind – variantenreich in ihrer Form, schmücken sie den wirklich großen Teller. Die Kartoffel kommt hier mit Schale, was uns auch gefällt. Leider sticht bereits auf den ersten Blick der überaus großzügige Umgang mit dem Paprikagewürz ins Auge. Orange bis feuerrot- nicht goldgelb leuchtet es.

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Zum Geschmack sei zu sagen, dass die Kartoffel authentisch, kartoffelig daherkommt, im Geschmack wirklich nicht falsch, im Crunch allerdings nur mittelmäßig. Allerdings mag dieser bei einem Wedge auch schwerer zu erreichen sein. Der Salzgrad ist vollkommen in Ordnung.

Nach dem Teller ist uns ein wenig schlecht – vielleicht lag es an der signalfarbenen Ton und der Überwürzung der Wedges.

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Pommes oder Wedge? Das ist hier die Frage!

Unser Urteil: Alles in allem sind wir zufrieden und geben den Wedges des Room 77 2 1/2 Pommes von 5.
(Die Burger waren, wie eben oft von anderen beschworen, sehr gut.)

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Room 77

Graefestraße 77

10967 Berlin

030 31102260

Das „Burgers Berlin“ und die vernachlässigte Pommes

Freitag Abend 21:30 in Charlottenburg

An der Pestalozzistraße, einer Seitenstraße der Einkaufsmeile und Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße, steht eine Traube junger Menschen vor einem Lokal mit Bierbänken, witziger Tafelspeisekarten und hippen Limos.

Um was könnte es sich anderes handeln als um einen Burgerschuppen?

In Hoffnung auf einen guten Pommesfang gesellen wir uns dazu. Atmosphärisch ist das Burgers Berlin im Industrie//Amerika- bei Westwing-eingekauft-Stil gehalten. Die Wände sind mit „lustigen Sprüchen“ in unterschiedlichen Schriftarten und kurioser Orthografie bemalt. Da ich mich ein wenig geniert habe den Spruch „Burger statt Bourgeoisie“ zu fotografieren, gibt es hier kein Bild davon.  Mit Blick auf das bruzzelnde Rindfleisch bestellen wir am Tresen.

Die Karte macht sofort klar: Pommes sind hier nur ein „Xtra“. Wir bestellen dem Cheesy Cheese und Beef & Bacon Burger und dazu Fries mit Mayo und die Chilli-Cheese-Fries (3€), die nicht auf der Karte, dafür aber auf der Tafel stehen.

Die Wartezeit von 20 Minuten (es war wohl Burger-Rush-Hour) vertreiben wir uns mit einem kühlen Augustiner. Eigentlich wäre es auch nett in so einem Laden mal zu Schultheiss oder einem Berliner Kindl gezwungen zu werden. Immer diese bayrischen Etepetete-Importe…

    

Pommes und Burger werden in kleinen, roten Plastikkörben serviert. Als Kind der 90er Jahre habe ich ein zwiespältiges Verhältnis zu Plastikerzeugnissen. Der frühere Stoff der Zukunft hat heute den Beigeschmack von fadem Konsumismus.  Also wenn ich die Wahl habe, darf es für mich doch klassisch der Porzellan oder Keramikteller sein.

Die Pommes haben einen goldgelben Ton, der könnte allerdings noch etwas dunkler sein. Die Form der Fritte verrät das Industrieerzeugnis. Diese Pommes sind definitiv nicht selbstgemacht. Der Biss ist hart, jedoch nicht knusprig. Von einem Crunch kann kaum die Rede sein. Leider ist auch der Geschmack fad und sie sind nicht ausreichend gesalzen. Erschwerend kommt noch das Preis-Leistungs-Verhältnis hinzu: Der Preis von 2€ bzw. 3€ für die Chilli-Cheese-Fries ist üppig für dieses Häufchen Pommes.

Die Mayo hat eine cremige Konsistenz und schimmert in einem schönen Cremeweiß. Doch auch sie schmeckt süßlich und konservig, leider nicht frisch. Der Ketchup schmeckt ebenfalls nach dem 10-Liter-Eimer-Klassiker aus der Metro. Hier noch ein preisliches Kuriosum: Wohingegen der Ketchup auf dem Tisch zur freien Verfügung steht, zahlt man für die Portion Mayo extra 30 Cent. Die Chilli-Cheese-Sauce ist nasty-käsig-scharf aber auch nicht frisch. Die frischen Jalapeños fallen dazwischen positiv auf.

Im Gegensatz zu den vernachlässigten Beilagenpommes konnten die Burger wirklich punkten. Die Brötchen hatten eine perfekte Konsistenz, sind beim Essen nicht zerbröselt und waren knursprig. Das Rindfleisch schien manchmal noch zartrosa durch (mhmmm) und spielte saftig mit dem frischen Salat zusammen. Die Burger zählen definitiv zu den besten Berlins.

  

Unser Fazit: Leider nur 2 von 5 möglichen Pommes. Das Burgers Berlin ist – nomen est omen- eine mehr als solide Adresse für Burger. Doch leider nicht für Pommes. Hier ist definitiv noch Luft nach oben!

Burgers
Pestalozzistrasse 25
10627 Berlin

Paris Bar – Die beste Frittenbude Berlins?

Die legendäre Paris Bar ist vor allem für drei Dinge bekannt:

  1. Als „Institution und Treffpunkt der erfolgreichen Kunst- und Filmszene“ mit exzentrischem Künstler-Wirt
  2. Die mal mehr, mal minder prominenten Gäste
  3. Der rau-schnoddrige Ton des Personals

Doch Kenner wissen: Es gibt noch eine vierte Dimension.

     4.  Pommes. Manch einer behauptet, es seien die besten der Stadt.

Das prüfe ich heute gemeinsam mit meiner charmanten Pommes-Test-Assistentin Luna. Als gebürtige Westkids haben wir beide natürlich eine gemeinsame Vergangenheit mit diesem Lokal. Auch wenn die Gäste mehrheitlich aus betuchten Best-Agern bestehen, kann man hier, vielleicht besonders als junger Mensch, sehr unterhaltsame Abende verbringen. Garant für solche Nächte sind kulturelle Ereignisse im Einzugsgebiet (bspw. Berlinale) oder wenn Wirt und Künstler Michel bei guter Laune das gesamte Restaurant bis in die späten Morgenstunden unterhält.

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Den Pommestest führen wir an dem kleinen, „loungigen“ Katzentisch neben den Toiletten durch. Das mag sich erst einmal nicht besonders vorteilhaft anhören, doch der Tisch ist einer meiner Lieblingsplätze. Zwangsläufig kommt jeder Gast wie Mitarbeiter an einem vorbei, man hat einen guten Überblick über das Geschehen und sitzt gemütlich auf der tiefen Ledercouch. Neben uns hängt ein überdimensionales Portrait von Yves Saint Laurent, darüber schmuddelig-ordinäre Mangakunst. In jeder Ecke hängt und steht irgendein skurriles Werk, ist man gefangen in einer langweiligen Konversation, kann man sich damit herrlich die Zeit vertreiben…

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Wir bestellen also Pommes mit Sauce Béarnaise und Ketchup. Und sie sind tatsächlich vorzüglich. Eine perfekte Salzung, strahlendes goldgelb und ein guter Crunch. Die Holzpiekser verleihen dem ganzen die wahre Pommesatmosphäre. Wir merken sofort: Wir haben es hier mit Profi-Friteuren zu tun. Auffällig ist, dass die Paris Bar ihre französichen Anteile hochhält und dünne Streifenpommes serviert, wie sie normalerweise westlich des Rheins zu finden ist.  Maximilians Geschichte von dem Untergang der französischen Fritte können wir hier ganz und gar nicht bestätigen.

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Nun zu den Saucen: Die Sauce Béarnaise ist definitiv die beste Berlins und damit auch den stattlichen Preis von 3,50€ wert! Ein Zaubertrank aus Butter, Weißwein und Estragon. Auch die Konsistenz überzeugt. Ganz groß!!! Dagegen bleibt der Ketchup leider eher durchschnittlich. Zwar tomatig, aber da ist geschmacklich noch Platz nach oben.

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Luna

Unser Urteil: Die Paris Bar rangiert ganz sicher unter den besten Frittenbuden Berlins. Der Crunch war gut, aber es geht noch knuspriger. Unsere Empfehlung ist sie daher „extra knusprig“ zu bestellen. In der Sauce Béarnaise könnten wir baden, der Ketchup bleibt nur leider enttäuschend. Daher vergeben wir 4 von 5 Pommes.

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Paris Bar

Kantstr.152

10623 Berlin

Tel. +49 (30) 313 80 52

Hausgemachter Frittengenuss im Windburger 

Es gibt Tage, an denen man sich einfach mal von den Strapazen des Alltags erholen muss:

Einen Tag im Bett verbringen, Serien streamen, das Haus nur in der Jogginghose und vorallem nur für die Pommesration ums Eck verlassen.

Mein lokaler Pommesversorger liegt am Stuttgarter Platz. Noch in den 90ern galt die Gegend als übles Pflaster: Spielhallen, Prostitution und eine schmuddelige Drogenszene prägten das Straßenbild. „Deine Mutti steht am Stutti!“ ist jedoch weitestgehend ein Diss aus vergangenen Zeiten. Heute ist das Gebiet um die Leonhardt- und Windscheidstraße ein gemütliches Biotop für spätgebärende, westdeutsche Akademikerpaare, die bereit sind 14€ kalt den Quadratmeter zu zahlen.

Positiver Nebeneffekt dieser Entwicklung ist auch mein Lieblingsburgerschuppen Windburger. Dem habe an einem solchen Bett-Tag einen Besuch abgestattet und die Pommes auf Herz und Nieren geprüft!

Der Windburger wartet mit einem großen Burger- und noch wichtiger Pommes-Sortiment auf. Die Grundsatzentscheidung zwischen Tiefkühl und hausgemachten Pommes kann natürlich nur in finanziellen Engpässen auf erstere fallen. Es ist Monatsanfang- Ich bestelle eine kleine Portion der Hausgemachten.

Sehr zu empfehlen ist ebenfalls die Käsesoße, die allerdings recht mächtig ist und wie American, Veggie oder Mexican Fries die Pommes zu einem reichhaltigen Hauptgericht werden lässt. Gemessen am Sättegrad sind die Preise ebenfalls verhältnismässig.

Diese frischen Pommes brillierten durch eine hervorragende Knusprigkeit. Chrunchiges Highlight und Beweis, dass es sich tatsächlich um ein Kartoffelprodukt handelt, ist die bewusst belassene Kartoffelschale. Die verstärkt in jedem Falle noch einmal den intensiven Geschmack und das perfekte Verhältnis von Aussen- und Innentextur.

Positiv aufgefallen sind ebenfalls die freiverfügbaren Ketchup- und  Mayospender. So muss man sich als souveräner Pommeskonsument nicht mehr auf das kleinliche Saucendiktat der Bedienung verlassen. Qualitativ sind beide Saucen solide, aber nicht herausragend.

Falsche Schärfe – aber geiler Burger

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Eigentlich glücklich mit der Pommes, aber leider zu sehr im Gammelmode für emotionale Bilder. Daher nur ein gequältes. Aber Pommes waren super!

Auch der Cheeseburger (zugegeben mir war nicht nach Experimenten zu Mute) konnte überzeugen: Saftiges-sauciges Inneres, gutes Fleisch, knuspriges Brötchen. Ich war mehr als satt nach Burger und kleiner Portion Pommes.

Auch die Getränkeauswahl wartet mit ein paar Specials auf. Ganz im Stil der benachbarten, überteuerten Kinderausstattern werden hier den Finns, Almas und Maximilians etliche Biolimonaden und Säfte angeboten. Meine Favoriten liegen beim Almdudler, der Orangina und der klassischen Coca-Cola (die in einem solchen Umfeld generell unterschätzt wird und in zu kleiner Flaschengröße auftritt).

Unsere Wertung: 4 von 5 Pommes. Sehr geil, aber bei den Saucen ist noch Luft nach oben.

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Windburger

Mo. bis Sa. 12.00 – 22.00
Windscheidstraße 26
10627 Berlin
Tel: (030) 43727177

Auch die „Leipziger Ladys“ (vermutlich der unabhängige Kegeltrupp) feiern den Windburger. Ob der Koch auch eine Postkarte von der Mallorca Fahrt bekommt? 

Hasenecke – Champagner und Pommes am Savignyplatz

Wir sind wieder im goldenen Westen unterwegs. Diesmal hat uns die investigative Pommes-Recherche an den Savignyplatz zur Hasenecke geführt. Direkt zwischen Kiffer-Grünanlage und der viel befahrenen Lebensader Charlottenburgs, der Kantstraße, steht der kleine Pommes-Pavillon. Das Häuschen war vermutlich mal eine öffentliche Toilette bevor die neokapitalistischen 90er Jahre mit der City Toilette die allermenschlichsten Bedürfnisse kommerzialisierten. In diesem Falle soll es uns Recht sein, denn diese urige Bude hat durchaus Charme.

Update: Wir haben das mit der vermeintlichen Toiletten-Vergangenheit recherchiert und fanden heraus: Nein. Die Bude war kein Klo – Sie ist sogar denkmalgeschützt und von 1907.

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Die patente „Curry Mamsell“ bedient seit Jahrzenten mit erprobter Berliner Schnauze. Es geht raubeinig zu, aber dafür mit einem großen Herz für die Frittierwaren. Ganz City-West ist natürlich nicht nur die Coca-Cola im Angebot, sondern auch der Piccolo Champagner. Von Jaques Quart Champagner hat zwar noch nicht mal Google gehört, aber ist die Marke auf dieser Verkehrsinsel wirklich von Bedeutung? Wir finden: Hauptsache es prickelt!

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Wir bestellen eine Portion Pommes mit Mayo und ne Currywurst. „Mit Darm oder ohne?“ – Die Curry Mamsell schaut uns kritisch an. „Mit!“ Keine halben Sachen…

Nun zu den Pommes: Unser erster Eindruck war, dass sie sehr blass sind. Es war sofort klar, dass wir es hier nicht mit dem klassischen Eckbuden Paprika-Pommes Gewürz zu tun hatten. Stattdessen lautete die Devise: Weniger ist mehr und normales Salz reicht auch.

Processed with VSCOcam with c1 presetProcessed with VSCOcam with g3 presetProcessed with VSCOcam with c1 presetGeschmacklich wurden Kindheitserinnerungen wach. Es handelte sich um die klassische Freibad-Pommes. Eins zu eins. Auch die Mayo zu hell, frisch, aber ohne jeden Geschmack. Machten wir die Augen zu, roch es nach einer Mischung aus Chlor, Sonnencreme und Schweiß von dicken Männern in zu engen Speedo-Buchsen und die Füße brannten auf dem heißen Asphalt der Pommes-Schlange des Prinzenbades. Das war atemberaubend.

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Leider waren die Pommes nicht so spektakulär wie die Erinnerungen, die sie weckten. Der Crunch war in Ordnung, kein ausgeprägter Kartoffel oder sonstiger Geschmack. Die Wurst schnitt eigentlich sogar besser ab als die Pommes.

Unsere Wertung deshalb: 2 1/2 von möglichen 5 Pommes. Kann man mal im Vorübergehen machen, muss man aber nicht.

Processed with VSCOcam with c1 preset Zwei unerwartete Highlights gab es dann allerdings doch noch:

1. Was sind aufblasbare Bärchen und warum verkauft die Pommesbude Holzfiguren?

2. Kann man „Curry-Mamsell“ – Imbiss-Fachverkäuferin Nachwuchskraft werden. Aber nur auf deutsch und mit „berlinerischem Verkaufstalent“. Teilzeit oder Mehr… – Jetzt oder Nie!

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Gemischte Gefühle und geile Aioli im Soho House Berlin

Die Hotel und Membership-Kette „Soho House“ unterhält seit 2011 auch eine Filiale in Berlin Mitte.

Ideologisch gibt man sich als exklusiver Ort der Coolen und Kreativen. In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Westdeutsche privilegierte Kids treffen hier auf alteingesessene Mitte-Urgesteine, die sich schon seit 20 Jahren mit vielen Parties und Projekten über Wasser halten. Mir wurde auch berichtet, dass in der letzten Zeit die Zahl von Büromäusen (auf der Suche nach dem großen Fang) extrem zugenommen habe: „Stichwort: Samenraub„. Ich nickte verständnisvoll…

Eine weitere Zumutung ist das seit vier Jahren konstant inkompetente Personal. Nie ist jemand zuständig. Ich bestelle zwei Mal den gleichen Drink (Moscow Mule), bei zwei unterschiedlichen Barmännern und bekomme den zweiten mit Aperol (Irks) als „britische Version“ verkauft.

Auch das Essen ist seit jeder ein Streitpunkt im Soho House. Früher galt die Regel- umso gesünder desto schlimmer. Salate, jegliches Grün und Fisch galten als ungenießbar. Ein sicherer Hafen war damals Macaroni and Cheese. Ansonsten waren meine Favoriten alle Arten von Pizza, der Burger, das Clubsandwich und Pommes. Mittlerweile hat sich die Qualität eingependelt, auch der Fisch ist wieder bestellbar. Mein Steak Tartar war auch so, wie es sein sollte…

Die Pommes gehörten schon immer zu den positiv auffallenden Speisen auf der Karte. Und sie sind noch besser geworden. Ein knusprig-krosser Härtegrad, richtig gesalzen in perfekter Form.

Ein Insidertipp kam von meinem Tischnachbarn:“ Bestell extra Aioli!“. An dieser knoblauchigen Traumsauce stimmte einfach alles! Die Konsistenz, der Geschmack- fantastisch. Ich muss wirklich sagen, diese Geschmacksfeuerwerk war eine Überraschung.

Deshalb bemerkte ich leider auch erst, als ich schon alle Pommes aufgegessen hatte, dass mir vier Pommes für die Wertung fehlten.

Unser Urteil (deshalb ohne Bild): 4 von 5 Pommes!

Es gibt im Übrigen auch nicht nur Contra-Argumente für eine Mitgliedschaft im Soho House (ich habe selbst schon oft darüber nachgedacht):

  1. Schönes Kino im Keller (sonntags wird dort Tatort gezeigt)
  2. Die Dachterrasse mit Pool im Sommer
  3. Die Sauna im Winter
  4. Das geschmackvolle Fitnessstudio (ich halte mich jedoch strikt an No Sports )
  5. Die Preisreduktion für U-27 Mitglieder (Sonntag-Montag)
  6. Und jetzt geile Aioli.