Was die Berliner Politik und Fritten gemeinsam haben

Beide sind gerade in aller Munde.

Puh, üble Einleitung. Aber tatsächlich war die Berliner Politik lange nicht mehr so präsent in der bundesweiten Presse wie aktuell.

Zuerst hielten uns die ewig neuen Details und gruseligen Hintergründe des Piratenpolitikers Gerwald Claus-Brunner alias der „seelenlose Stahlbolzen“ von 15-km-Sackkarren-Leichen-Transport über das Ludendorff-Gesellschafts-Camp im elterlichen Vorgarten, in voyeuristisch-schauriger Spannung und Entsetzen. Gleichzeitig regte Jenna Behrends, neugewähltes BVV-Mitglied der CDU im Kreisverband Mitte, mit ihrem offenen Brief eine Debatte über Sexismus in der Politik an. Statt der inhaltlichen Debatte folgten leider aus etlichen Ecken private Beschuldigungen und eidesstattliche Versicherungen.

Wir wenden heute den Blick ab von den Boulevard Themen und nehmen unser politisches Format der Zukunft ins Visier. Vor den Wahlen haben wir uns in der Moabiter Arminiushalle gemeinsam mit drei Kandidaten für das Abgeordnetenhaus getroffen, um ins Gespräch zu kommen und die Fritten vor Ort zu testen.

Für die Ungeduldigen gibt es hier die Snapchataufnahme, unserer Investigativ-Reporterin Lovely Rita:

Wer steckt eigentlich hinter der politischen Fritte?

Mit nur einer Woche Planungshorizont waren wir uns nicht sicher, ob wir am Wahlwochenende überhaupt jemanden für dieses Format gewinnen konnten. Doch es entwickelte sich anders und nachdem wir erst CDU- und Grüne-Kandidaten eingeladen hatten, folgte auf einmal auf Facebook ein Mini-Shitstorm, weshalb die anderen Parteien nicht eingeladen seien.

Plötzlich kam auch die Aluhutfraktion zu Wort und erkundigte sich, welcher Zweck eigentlich hinter der politischen Fritte stecke. Hier noch einmal ganz deutlich: Mit Politikern Fritten zu essen! Nicht ersichtlich war uns auch die Annahme, ein Pommesblog müsse politisch unabhängig sein und dürfe niemanden bevorteilen.

Solange wir nicht von der Bundesregierung finanziert werden (Whatever will be, will be The future’s not ours to see), können wir uns auch als Frittenpresse politisch positionieren. Aus ganz anderen Gründen haben wir uns jedoch dagegen und für die politische Unabhängigkeit entschieden: Auch unser Team ist parteiübergreifend, wir streiten oft darüber, wie die Politik der Zukunft aussehen sollte, und ohne Reibung in der Monokultur-Partei-Suppe ist das doch witzlos. Daher haben wir auch noch die restlichen Kandidaten herzlich eingeladen sich der Frittenverkostung anzuschließen.

14040193_10208248875992715_2779147136111163358_n

Vor der Arminiusmarkthalle! (Foto: Marc Urbatsch)

Mit dabei waren dann  Marc Urbatsch von Bündnis 90/Die Grünen mit seinem sehr sympathischen und frittenenthusiastischen Wahlkampfteam. Stephan Rauhut von der Linken samt Unterstützung und Florian Nöll von der CDU, der uns mit seinem engagierten und hungrigen Team in der Halle empfing. Trotz der Top-Kandidaten-Besetzung und einer Traube von versammelten Pommesstestern schien unsere Veranstaltung frittentechnisch anfangs unter einem schlechten Stern zu stehen. Bei der urigen Imbissbude „Drei Damen am Grill“ am Ende der Halle waren die Pommes schon ausverkauft. Zum Glück konnten wir auf den Burgerladen Pignut BBQ zurückgreifen.

Dort nahm ein zuvorkommender junger Mann unsere Bestellungen auf und brachte die Pommesportionen anschließend an die Tafel. Mit 4 von 5 möglichen Punkten, vergaben die Pommestester hier Höchstpunkte für Freundlichkeit, Kompetenz & Charme! Vielleicht hatte das auch etwas mit seiner Wirkung auf die Frauenwelt zu tun. Unter dem Punkt, das gefällt dir, wurde der „Der sehr nette Pommes-Macher, der sie auch gebracht hat“ noch einmal extra erwähnt.

bildschirmfoto-2016-10-06-um-15-49-46

Wo ist die Tagesordnung?

Während ich die hand-made Pommes-Namensschilder verteilte, war noch Aufklärung zu dem Format nötig, – gibt es jetzt noch formelle Redeteile? Eine moderierte Diskussion? Tagesordnung? Ich kräuselte meine Stirn und tat meiner Verwunderung über diesen formalisierten Zwang bei allem, was das Wort politisch im Titel trägt, kund, kam dann aber final doch dem mehrmals geäußerten Wunsch einer Ansprache nach. Ablauf war also  Pommes essen, bewerten und dabei die Kandidaten kennenlernen und ihnen die Fragen stellen, die man schon immer einmal stellen wollte.

„Mich nervt diese Erwartungshaltung, man müsste das Pommes essen moderieren.“

Pommestester

14310505_1103776179657712_2179448991137781074_o

Nöll hängt Plakate an der Turmstraße gegenüber von der Quelle (Kneipe mit starker Jukebox) (Foto: Florian Nöll)

14352455_1264333140253232_7716081722739836662_o

Das Plakat gibt es übrigens auch noch einmal in einer künstlerischen Nacktversion hier (Foto: Stephan Rauhut)

 

 

 

 

 

Spielen statt Dealen

Ich setzte mich mit meinem Weißbier (es gab eine große Bierauswahl bei Pignut) in eine Ecke bei Nöll und Urbschat und schnitt das Thema kleiner Tiergarten an. Denn dort sieht man, ob bei Tage oder Nacht die dubiosesten Gestalten. Nöll warb mit dem eingängigen Vers „spielen statt dealen“ für mehr Sicherheit im kleinen Tiergarten. Das brachte mich gleich dazu Urbatsch zu fragen, ob die grüne Lösung für den Schmuddelpark die gleiche sei wie im Görlitzer Park, man also lästige Dealer und Konsumenten durch die kontrollierte staatliche Abgabe von Cannabis vertreiben wolle. Er wehrte lächelnd ab und erklärte, dass dort schlicht Polizei von Nöten sei. Nöll warf ein, man müsste doch nur das Grillverbot aufheben, denn da wo viele Leute sind, werden kriminelle Machenschaften gleich ungemütlicher. Das klang zumindest für den Sommer plausibel. Nöll und Urbschat sprachen weiter über Detailfragen und zum Ende des Wahlkampf war ich fast überrascht von der schwarz-grünen Harmonie am Tisch.

Hier die Ergebnisse unseres Kummerkastens: „Was nervt dich richtig an Berliner Politik“:

„Bürokratisierung, überladene Ämter, lange Wartezeiten, Marijuhana ist leider immer noch illegal, HOMOS Dürfen nicht heiraten!!!!!“

„Die vielen AfD-Wähler“

„Schönefeld“

„Viele Berufspolitiker, deren Karriere in der BVV angefangen hat“

„Die Fritte ist der Kleber, der dit janze hier zusammenhält, ihr muss mehr Andacht geschenkt werden.“

Durch die letzten Wochen auf der Straße hatten auch die Wahlkämpfer um uns herum interessante Einwürfe und komische Geschichten zu dem Kiezgeschehen beizutragen. Während die Grünen von unangenehmen „Ey ihr Pädos“-Anfeindungen berichteten, behauptete das CDU-Team keine größeren negativen Erfahrungen der Art gemacht zu haben. Das könnte allerdings auch mit Nölls Wahlkampf zu tun haben, der sich grafisch als auch konzeptionell deutlich von dem Nilpferdgetragenem Wahlkampf der Berliner Mutterpartei abhob. Mit klaren Botschaften, Selbstverteidigungskursen und türkischen Plakaten stellte er sich auf die Moabiter Wähler ein. Auch auf Snapchat sei er aktiv gewesen, aber das habe sich langfristig nicht als richtiges Medium herausgestellt.

Empfehlung einer Testers: Das Schremser Bier von „Habe die Ehre“

Zur Fritte: 

Endlich kommen unsere Fritten, in den Händen der sympathischen Bedienung. Klares Downside des Ladens: Die Saucenauswahl. Mayo und Ketchup. Wenn die beiden nicht top sind, reicht das heutzutage einfach nicht mehr. Auch kritisch angemerkt hat ein Tester die Menge der Mayo, die einfach nicht ausreichend war. Daher gab es von der Crowd wohl auch nur 2,6 Punkte für die Saucenauswahl.

In den roten Plastikkörben liegen mitteldicke, goldgelbe Pommes. Genau so sollten sie aussehen. Kein Kräuter-Firlefanz, nicht zu dunkel, nicht zu hell. Es ging ganz offensichtlich nicht nur mir so, das Äußere der Fritte gefiel mit fast vier Frittenpunkten.

Nur ein Tester urteilte negativ über die Aufmachung der Fritten:

„Das Plastikpommesservice hat enttäuscht“

Ob dieses Urteil aus ästhetischen oder ökologischen Gründen entstanden ist, wir wissen es leider nicht.

Der erste Biss in die Pommes offenbarte gleich den richtigen Pommescrunch. Aussen hart und kräftig, innen zart, so muss eine gute Pommes beschaffen sein. Hier machte sich allerdings auch ein weit verbreitetes Problem bemerkbar. Der unterschiedliche Crunch je nach Portion. Ich aß aus unterschiedlichen Schälchen und hatte nicht immer Glück. Mal war auch eine Wabbel-Fritte dabei. Mit einer Wertung von 3,67 ist ein gutes Ergebnis erzielt.

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 18.18.08.png

Und hier liegt der Hase im Pfeffer oder der Hund begraben, der Geschmack der Pommes. Sehr unterschiedlicher Salzgrad, nach nichts schmeckend, pappig. Es eröffneten sich schlicht keine neuen Geschmackswelten.

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 18.18.59.png

 

Unausweichlich ist somit eine Gesamtwertung von 2,78 Fritten von möglichen 5.

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.28.png

Woran hat es gelegen?

Wahrscheinlich an der Mittelmässigkeit der Fritten. Schlecht waren se nicht, aber da ist noch Luft nach oben! Mit 3 Euro pro Portion waren es nun auch nicht die günstigsten Pommes. Nichtsdestotrotz empfehlen wir einen Besuch in der Markthalle! Die ist schön und dort gibt es ja mehr als nur einen Frittenstand. Wir haben von einem Geheimtip gehört, den Fritten am Fischstand!

Wir danken an dieser Stelle noch einmal Florian Nöll und seinem Team für nette Atmosphäre und Marc Urbatsch samt Team für die Fritteneuphorie und Stephan Rauhut und Verstärkung fürs Mitmachen und Rita Antwort und Rede stehen!

 

Arminiusmarkthalle 

08:00 bis 22:00 geöffnet

Arminiusstraße 2-4

10551 Berlin

 

Wer ist nun ins Abgeordnetenhaus eingezogen?

Abschließend wollen wir Euch die Wahlergebnisse für Moabit nicht vorenthalten:

ergebnis-wk04-845x562-3

Wir gratulieren Marc Urbatsch zum Einzug in das Abgeordnetenhaus!

Ein bisschen gruselig ist, dass die AfD-Kandidatin auch ohne großartig sichtbaren Wahlkampf 8,4% erreicht hat.

 

Hier noch als extra Schmankerl etwas Hintergrundinformation zu unseren Testern:

2/3 waren schon einmal in der Arminiusmarkthalle. Ich gehöre zu dem 1/3, das noch nie hier war. Fazit: Charmante Halle. Ein Besuch lohnt sich!

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 17.48.11.pngGanz offensichtlich handelte es sich mehrheitlich um politisierte Gelegenheitspommesesser: „BEILAGE“- Könnt ihr es glauben?!?

Bildschirmfoto 2016-10-06 um 18.24.05.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.24.11.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.59.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.43.pngBildschirmfoto 2016-10-06 um 18.23.37.png

Kollektive Meinungsfindung an Tom’s Fritten oder der erste Berliner Pommesluvstammtisch

Für den ersten Berliner Pommesluvstammtisch luden wir an einem sonnigen Spätsommer Samstag (seit der neuen Staffel Schwiegertochter gesucht bin ich süchtig nach Alliterationen)  zu einem denkwürdigen Ort: Tom´s Fritten an der Oranienburger Straße. In Berlin Mitte, genauer zwischen Tacheles, Synagoge und Straßenstrich liegt hier ein Kleinod der hauptstädtischen Pommesszene.

Hintergrund des Treffens war ein im Sommer entbrannter Streit im Pommesluv Team über Tom’s Kartoffelkunst. Nikolas, ein externer Tester, bewertete sie mit ganzen 4 1/2 Pommes, die eine Hälfte der Korrespondenten protestierte und behauptete es seien die schlechtesten Pommes überhaupt. Die andere Hälfte betonte den kultigen Charakter der Traditionsbude und die Frische der Kartoffeln. Ratlos vereinbarten wir diesen Fall vorerst auf die Bank zu schieben und zu einem späteren Zeitpunkt zu Tom zurückzukehren.

Kommt Zeit, kommt Rat: Warum nicht die Pommescrowd zum Testen einladen und online geheim abstimmen? Idee für gut befunden, Pommesluver eingeladen, online Questionnaire aufgesetzt, Tischwipfel gebastelt, Dackelwelpen eingesteckt – Los ging das kulinarische Abenteuer!

Dackelwelpe und Tischwipfel – Wer kann da dem Pommestest widerstehen?

Um den traditionsreichen Food-Truck herum befindet sich mittlerweile eine kleine Garten- und Pavillionlandschaft, die uns zum gemütlichen Verzehr einlud. Nach und nach trudelten unsere Pommestester (n=13 + zwei, die sich der online Abstimmung entzogen haben) ein und bestellten unterschiedlichste Frittenvarianten à la carte.

Pommesluverin Marlene und die Qual der Wahl der Pommessauce

Nun endlich zu der FRITTE und den Ergebnissen der Abstimmung:

Der Geschmack der Fritte (also Intensität, Frische und Salzgrad) wurde von der Crowd mit 3,6 Pommes (auf einer Skala von 1 sehr schlecht und 5 sehr gut) bewertet. Die Fritten wurden aus frischen Kartoffeln gemacht, das war sofort ersichtlich. Doch zwei Pommesluver wiesen darauf hin, dass das Frittierfett noch etwas frischer sein könnte. Grundsätzlich gilt bei diesem Ergebnis im guten Mittelfeld jedoch auch, dass innerhalb des Testes die Fritten sehr unterschiedlicher Qualität waren.

Wer die Kartoffel nicht ehrt, ist die Fritte nicht wert!

Pommesluverin X: „Köstliches Produkt!

Etwas schlechter schnitten Tom’s Fritten in der Kategorie Aussehen ab. Nur 3,3 Pommes für Form und Farbe. Dieses Ergebnis ist ebenfalls der großen Varianz zu zurechnen. Mal gab es sehr krosse, braune Pommeskrümel, mal schöne goldgelbe Frittenstangen.

Ein goldgelber Traum!

Krosse, krümelige Kartoffelreste

Ein hervorragendes Ergebnis erzielten die Fritten mit 4,5 Pommes im Crunch. Eine labbrige Pommes ward von keinem unserer Tester gesichtet!

Auch die Saucen- und Getränkeauswahl wurde mit 4,5 Pommes sehr geschätzt! Probiert wurden von uns Chili-Hot, Indisch Curry, Sambal Hot Mayo, Knoblauch Mayo (sehr empfehlenswert!), holländische Frittensauce (sehr gut!), Kartoffelcreme (die Metaebene unter den Pommessaucen), Grüne Oliven Mayo, Barbecue Mayo, Spezial (leider mit zuwenig Zwiebeln) und Oorlog. Mit anderen Worten: Ein Feuerwerk der Sinne und eine Reise um die Welt der Frittensaucen. Herrlich!

Oorlog – niederländisch für Krieg – bedeutet auf der Fritte Mayo + Zwiebeln + Erdnusssauce!

Große Portion Pommes mit Chili- Hot Sauce

Die Metabebene für Kartoffelfans: Kartoffelcreme

Frites Speciaal -doch nur ein kleiner Zwiebelhauch 😦

Geheimtip: scharfe Mayo

Der Service konnte an diesem Nachmittag leider nicht punkten. Zwar war der Profi-Fritteur vorher informiert, doch ging es ihm nach eigenen Angaben nicht so gut. Der Frittenansturm konnte dementsprechend nicht in der üblichen Geschwindigkeit abgewickelt werden. Das kostete Tom`s Fritten eine Wertung von 3,2 Fritten für den Service. Ich konnte ihm die Verpeiltheit mit seiner Entschuldigung verzeihen, andere gingen härter ins Gericht:

„Uncharmante Bedienung, wirkt teils sehr gestresst!“

„Servierdauer zu lang!“

Prominente Fans vertrauen auf Tom’s Fritten!

Bernhard Hoecker und Ralf Bauer sind ebenfalls Fans der Bude

Das Preis-Leistungsverhältnis liegt mit 3,6 Pommes im Mittelfeld. Eine kleine Portion Pommes kostete 2,00€, eine große 3,00€. Saucen variieren zwischen 30 Cent und 70 Cent.

Besonders positive Erwähnung fanden noch: die „berliner“ Atmosphäre und charmante Lage  (das wurde von einem anderen Tester ebenfalls positiv bewertet jedoch ausgedrückt als „die Nähe zum Straßenstrich„) sowie das nette Publikum.

Pommesluverin Diana im Partnerlook mit Tom’s Maskottchen.

Ein Ambiente indem man gemütlich hitzige Debatten über Pommes führen kann!

Der Fritte auf der Spur – die Crowd.

Negativ fielen auf: „Zu viele Mittehipster„, Touristen und das Nichtvorhandensein eines WCs (das indische Restaurant daneben kann jedoch mit recht attraktiven Pissoirs aufwarten, erzählte sich die männliche Testerschaft am Tisch).

Alles in allem stellt Tom`s Fritten eine solide Pommesstation in Berlin dar. Für die Saucenauswahl und die Atmosphäre lohnt sich ein gelegentlicher Besuch. Die Gesamtwertung lautet: 3,9 Pommes! 

 

Was denkt ihr? Habt ihr andere Erfahrungen mit Tom´s Fritten gemacht? Oder stimmt ihr uns zu? Schreibt es in die Kommentare!

Tom’s Fritten

Oranienburger Str. 43a

10117 Berlin (Mitte)

Öffungszeiten: So-Do 12-1 Uhr, Fr, Sa 12-4 Uhr


Für alle, die jetzt nicht genug der Fritten haben, haben wir noch ein kleines Special über die Beschaffenheit der Pommescrowd vorbereitet:

Screen Shot 2015-10-02 at 15.06.12

Einen ehemaligen Tom´s Fritten Fan konnten wir auch für den Test zurückgewinnen. Bereits vor zehn Jahren war er dort nächtlicher Stammkunde. Er konnte natürlich mit sehr guten Insights aufwarten! Sein Tip: die Sambal Hot Mayo Sauce!

Screen Shot 2015-10-02 at 15.10.02

Unsere Pommescrowd war weiblich dominiert. Leider haben wir zu wenige Informationen über den Frittengeschmack von anders-geschlechtlichen. Wir suchen diesbezüglich weiter und planen ein investigatives Special (evt. in Kooperation mit der Fachschaft für Gender Studies an der HU)…

Screen Shot 2015-10-02 at 15.13.29

Mehrheitliche Pommes-Profis…

Screen Shot 2015-10-02 at 15.14.27

… mit Herz für die Fritte!

Screen Shot 2015-10-02 at 15.15.28

Klarer Favorit: Belgien

LGBT-Fritten am Wittenbergplatz

20150529_152544

Pommes testen will gelernt sein.

Es ist Freitag, Dienstschluss – ich streife mit Pommesluv-Mitgründerin Skrollan die Urania runter, vorbei an der Landeszentrale für politische Bildung Berlin.

Der Bildungsgott ist mit uns – an diesem Tag sind alle Bücher kostenlos zur Mitnahme. Zu diesem Zeitpunkt weiß ich noch nicht, dass mein erster Beitrag für pommesluv ins Haus steht. Wir schlagen ein in Richtung Kurfürstenstraße. Skrollan schaut mich an. Ich schlage vor, man könne am Wittenbergplatz doch was essen – eine Portion Pommes bei Witty’s. Sie winkt ab:

„Nee, nee, daraus machen wir direkt n neuen Beitrag!“

und steuert auf die mit Regenbogen gezierte Pommesbude namens ‚Fritz & Co.‚ gegenüber zu.

Jetzt erklärt sich der Titel des Posts

Zehn Minuten später stehe ich, genau wie sie, vor einer Portion Pommes, meine in süß-saurer Chilisoße (er)tränkt, ihre begraben unter hausgemachter Knoblauchmayonnaise. Die Pommesfrau hat nicht gespart bei den Soßen, das fällt sofort auf. Schnell wird mir nun auch klar, dass die Currywurst, die ich mir dazu bestellt habe, nur zu einem Nebenschauplatz wird.

Die Soßenvielfalt

Ich will zum Pommesspieß greifen, da sehe ich, dass es hier nicht nur um Geschmacklichkeiten geht. Das iPhone in mehreren Abständen über die Frittenportion schwenkend, sehe ich Skrollan dabei zu, wie man Pommes richtig in Szene setzt. Auch ich greife fachmännisch zum Handy, knall den HDR Filter drauf und ab geht die Knipserei.

Drei Minuten später geht es endlich ans Eingemachte. Die Pommes kommen im natürlichen Look daher, mit Schalenelementen, wie Skrollan vermerkt. Die Portion ist nicht zu groß, nicht zu klein, gesundes Mittelmaß. Kostenpunkt: Mit Soße landet man bei 3 Euronen und 10 Cent.

Die bunten Farben der Pommesbude lenken uns nicht von unserer eigentlichen Arbeit ab.

Der Salzgrad stimmt. Das Meersalz, auch wenn man den Unterschied zum normalen Salz hier nicht schmeckt, gibt der Fritte einen angenehmen Geschmack – das gefällt. Der Crunch jedoch kommt nur bei Eckstücken der selbstgeschälten Pommes wirklich durch, und lässt ansonsten zu Wünschen übrig. „Zu wenig Unterschied zwischen Außen- und Innentextur“ bemängelt Skrollan mit kritischen Blick. Bei mir macht sich die Vermutung breit, es handelt sich bei den Kartoffeln um die Gattung „vorwiegend festkochend„.

IMG-20150529-WA0011

Sowohl Chili- als auch Knoblauchsoße sind in rauen Mengen auf dem gelben Gold vorhanden.

Die Soßen überdecken, wie eingangs erwähnt, den Großteil der Pommes. Im Verlauf und mit fortschreitendem Rückgang des Pommesbestandes auf meiner Pappe wird klar, dass die unteren Pommes der süß-sauren Chilisoße aus der Tube erlegen sind. Skrollan sieht in der hausgemachten Knoblauchsoße eher eine Remoulade mit starkem Dill-Einschlag. Ich find’s lecker und klaue weiter von ihrer Portion. Skrollan bemerkt, dass sich die LGBT-Fritten und die Pommes bei Witty’s gegenüber kaum unterscheiden. Hier wäre investigatives Nachhaken gefragt gewesen.

Ich schaue auf den ertränkten Rest meiner Frittenportion und stelle klar fest – den Soßenpunkt kann ich hier leider gar nicht geben. Auch beim Crunch gibt es Abzug. 45 Sekunden länger in der Fritteuse hätten hier schon einen Unterschied bewirkt. Der gute Salzgrad und der Verzicht auf Paprikagewürz können diesen Manko nicht mehr wirklich aufwiegen.
Das Personal ist freundlich, Portion und Preis stimmen.

Aus diesem Grunde landen die LGBT-Fritten bei 3 von 5 Pommes.

IMG-20150529-WA0004

Drei von fünf – grundsolides Mitelmaß

IMG-20150529-WA0010

Auch wenn’s nich so dolle war – pommesluver Skrollan zufrieden mit der Fritte und einem Neuzugang für die pommesluv-crew

Fritz & Co.
Wittenbergplatz
10789 Berlin (Schöneberg)
Öffnungszeiten:

Mo-Sa 11-24 Uhr, So 12-24 Uhr
Mittagszeiten: durchgehend

Der „stay-at-home-have-some-fries“ Test am Sonntag

Oder aber: Existiert die perfekte TK Pommes denn überhaupt?

Es ist ein verregneter und kalter Dienstagabend, als ich zwei meiner Kolleginnen dazu überreden kann, mir als „offizielle Testerinnen für die beste tiefgefrorene Pommes“ behilflich zu sein – so fahren wir nach 18 Uhr zu dem unterirdischen REWE an der Friedrichstraße, um ganze 4 Kilo gefrorene Kartoffelstäbchen zum Testen zu kaufen.

IMG_3021

Unser Ziel

Die Erkundung eben der Weiten, die oft unterschätzt werden. Die Tiefe ausfindig machen, die sich vielleicht finden lässt, wenn man Pommes will, sich aber gleichzeitig nicht unnötig bewegen mag.

Denn mal ehrlich: Wer schätzt sie nicht? Diese Abende, meist Sonntage oder Feiertage, an denen man nichts unternehmen kann, als einen Ofen auf 180° vorzuheizen.Wir nahmen uns vor, die Tiefkühlpommes in seiner klassischsten Form zu untersuchen.

Unsere Auswahl

Die (von uns geschätzt) Meistgekaufte-, die Bio-, die Deluxe- und die Discounterpommes. Um genauer zu sein:

  1. McCain 1 2 3 Originals
  2. REWE Bio Pommes Frites für den Backofen
  3. McCain Frites Deluxe
  4. Ja! Pommes Frites für Backofen und Fritteuse

IMG_3022

Inhaltsstoffe

Erstaunlich ist, dass sowohl Ja! als auch REWE Bio und McCain Original nur mit den zwei Inhaltsstoffen Kartoffel und pflanzlichem Öl auskommen. Bei den Deluxe Fries von McCain, die ja nun vorgeben so zu schmecken „wie aus der Friteuse“ (Kenner wissen, dass das nie möglich sein wird. Trotzdem wollten wir dem ganzen eine Chance geben.), waren wir von der Anzahl an Inhaltsstoffen für eine bloße Pommes ganz perplex:

Kartoffeln, Sonnenblumenöl (6 %), Knuspermantel (5 %): Weizenmehl, Reismehl, Maisstärke, Kartoffeldextrin, Salz, Backtriebmittel Natriumcarbonat, Verdickungsmittel Xanthan, Farbstoffe (Paprikaextrakt, Kurkurm (aus Kurkurminextrakt)). Enthält Gluten. Ohne Zusatz von Erdnussöl hergestellt. (Quelle: http://testexemplar.blogspot.de)

(Sicherlich kann jeder Leser selbst entscheiden, wie seine Pommes aufgebaut sein sollte. Meine Kolleginnen schworen der Deluxe Variante schon bei diesen Zeilen ab, ich hingegen war nicht sonderlich abgeschreckt, eher interessiert.)

Preis 

Auch preislich variierten die Sorten. Bei einer Menge von 600g kosten die Deluxe Fries von McCain ganze 1,89€, für REWE Bio zahlt man dasselbe für 750g, die Originals kosten 1,69€ bei 750g Füllmenge und die Ja! Pommes Frites schlagen jeden Billigpreis mit 0,79€ für ein ganzes Kilo Pommes.

Zubereitung

Die Zubereitungsart war bei allen vier Pommestestmarken ähnlich, 180°-200°, 22-24 Minuten, jedoch gibt McCain noch den Tip, nach der Hälfte der Zeit zu wenden, während REWE Bio und Ja! auf das Wissen des Pommes-Zubereiters zählen und die Zeit des Wendens offen lässt.

Auf dem Backblech selbst offenbarte sich uns nun nach Öffnen und Einteilen der Testexemplare ein erstaunliches Bild:

IMG_3027

Von links oben im Uhrzeigersinn: Deluxe, Ja!, Bio, Originals

Was hier sicherlich als erstes heraussticht, ist die unglaubliche Blässe der Ja! Pommes Frites. Diese sollte sich bis zur Wendung nach 11 Minuten auch leider überhaupt nicht verändern. In Punkto Knusprigkeit die selbe Enttäuschung: Noch immer waren die Pommes sehr hart, wirkten so steif, als könne Hitze ihnen nichts anhaben.

Die Deluxe Fries boten hingegen ein sehr schönes Bild: Bereits tiefgekühlt braun, boten sie einen sehr leckeren Anblick. Nach der ersten Wendung wurden die noch güldener in der Färbung. Bereits nach Hälfte der Backzeit ertastete man eine Crunchyness, die sich gewiss noch mehr entfalten würde.

Die REWE Bio Pommes kam ein wenig wild daher und überraschte mit vielfältigen Formen. Die Pommes bot hier das wohl natürlichste Bild einer tiefgefrorenen Kartoffelfarbe. Nach 12 Minuten war die Pommes zwar noch stabil, aber mit der Knusprigkeit schien sich die Bio Pommes noch Zeit zu lassen.

Die McCain Originals enttäuschten alle Tester sowohl in Farbe, als auch in Knusprigkeitsgrad nach der ersten Halbzeit: keine große farbliche Veränderung bis auf einen kleinen Gelbstich, keine sonderliche Knusprigkeit, eher eine Art von „Lappigkeit“.

Nach 24 Minuten versuchten wir uns an einer ersten Runde Testpommes und mussten nach den ersten Bissen feststellen, dass bei allen Pommes die Zeitangaben abweichen – jede einzelne musste erneute 5 (REWE Bio, Deluxe) oder 7 Minuten (Originals, Ja!) im Ofen gebacken werden, um im Gaumen erträglich und nicht noch etwas roh zu schmecken.

IMG_3028

Unser Urteil

Ja!

Nein! Die Pommes schmeckte nach nichts! Alle Tester zweifeln noch immer klar an, dass es sich bei der Tiefkühlpommes von Ja! um eine wahre Kartoffel handelt. Der Crunch der blassen Stäbchen war nicht vorhanden, die Pommes schmeckten sehr nach Mehl, so als seien sie damit „gestreckt“ worden.

REWE Bio

Die Tester sind geteilter Meinung: Während eine Kollegin und ich den sehr kartoffeligen Geschmack der Pommes positiv hervorhoben, erwähnte Testerin 3 allerdings, dass der Crunch zu wünschen übrig ließe. Im Geschmack eine solide Pommes, allerdings ein wenig zu hart im Kern und außen dafür zu weich.

McCain Originals

Das Erste, was alle Teserinnen husteten, war: Trocken! Eine Eigenschaft, die leider für mich ein absolutes Ausschlusskriterium ist. Zwar schmeckten die Originals auch mehr nach Kartoffel als die Ja! Pommes Frites, aber das ist auch nicht schwer. Eine Testerin meinte sogar, sie seien ihr zu hart im Kern. Der Crunch war zwar anständig, aber wenn die Mitte versagt, dann rettet das auch nichts mehr.

McCain Deluxe

Die Deluxe-Pommes weist eine starke Knusprigkeit vor – nicht umsonst heisst es ja, sie schmecke nach frittierter Pommes. Das ist allerdings nicht wahr. Trotzdem waren wir von dem Ergebnis beeindruckt, das durch den Kartoffelkern nur noch bestärkt wurde: Dieser strotzte nämlich nur so vor Cremigkeit. Urteil: Eher eine Krokette in Form einer Pommes als eine wahre Fritte! Die Füllung wirkte luftig und locker, fast püriert.

IMG_3030

Danach verteilten wir die Schulnoten 1 bis 6 für die folgenden Kritierien:

  • Konsistenz
  • Crunch
  • Aussehen
  • Geschmack

(Anhand dieser objektiven Einschätzungen soll sich der Leser natürlich nicht davon abbringen lassen, die eine oder andere Sorte der oben genannten Pommes Frites nicht zu kaufen – schließlich gehen Geschmäcker auseinander. Auch ist uns bewusst, dass dieser Test nur eine kleine Menge der riesigen unerforschten Auswahl von TK Pommes Frites zeigt.)

IMG_3111 IMG_3112 IMG_3113

Dennoch muss ich in meinem Fazit schreiben, dass ich von allen ausgewählten Sorten einigermaßen enttäuscht war. Keine der Pommes Frites aus dem Ofen ließ sich im Ansatz mit einer durchschnittlichen Budenpommes gleichsetzen. Neben dem Komplettreinfall der Ja! Pommes und McCain Originals, entscheidet natürlich bei den McCain Deluxe das individuelle Bedürfnis: Wenn man eine Pommes will – ist man dann mit dem Geschmack einer Krokette zufrieden? Und nimmt man dafür auch einen höheren Preis und immerhin 9 (!) weitere Inhaltsstoffe hin?

Im Großen und Ganzen gewinnt also überraschenderweise die REWE Bio Pommes Frites für den Backofen, weil sie die Kriterien einer einfachen Ofenpommes erfüllt: Die Knusprigkeit ist okay, das Aussehen passabel, der Kartoffelgeschmack ist da.

Trotzdem hat mich der Test nur mehr angespornt, das Sortiment weiter zu durchforschen auf der Suche nach der perfekten Sonntagspommes…

Uns interessiert eure Meinung zum Thema TK Fritten:

 

IMG_3036

 

Gemischte Gefühle und geile Aioli im Soho House Berlin

Die Hotel und Membership-Kette „Soho House“ unterhält seit 2011 auch eine Filiale in Berlin Mitte.

Ideologisch gibt man sich als exklusiver Ort der Coolen und Kreativen. In der Praxis sieht das natürlich anders aus. Westdeutsche privilegierte Kids treffen hier auf alteingesessene Mitte-Urgesteine, die sich schon seit 20 Jahren mit vielen Parties und Projekten über Wasser halten. Mir wurde auch berichtet, dass in der letzten Zeit die Zahl von Büromäusen (auf der Suche nach dem großen Fang) extrem zugenommen habe: „Stichwort: Samenraub„. Ich nickte verständnisvoll…

Eine weitere Zumutung ist das seit vier Jahren konstant inkompetente Personal. Nie ist jemand zuständig. Ich bestelle zwei Mal den gleichen Drink (Moscow Mule), bei zwei unterschiedlichen Barmännern und bekomme den zweiten mit Aperol (Irks) als „britische Version“ verkauft.

Auch das Essen ist seit jeder ein Streitpunkt im Soho House. Früher galt die Regel- umso gesünder desto schlimmer. Salate, jegliches Grün und Fisch galten als ungenießbar. Ein sicherer Hafen war damals Macaroni and Cheese. Ansonsten waren meine Favoriten alle Arten von Pizza, der Burger, das Clubsandwich und Pommes. Mittlerweile hat sich die Qualität eingependelt, auch der Fisch ist wieder bestellbar. Mein Steak Tartar war auch so, wie es sein sollte…

Die Pommes gehörten schon immer zu den positiv auffallenden Speisen auf der Karte. Und sie sind noch besser geworden. Ein knusprig-krosser Härtegrad, richtig gesalzen in perfekter Form.

Ein Insidertipp kam von meinem Tischnachbarn:“ Bestell extra Aioli!“. An dieser knoblauchigen Traumsauce stimmte einfach alles! Die Konsistenz, der Geschmack- fantastisch. Ich muss wirklich sagen, diese Geschmacksfeuerwerk war eine Überraschung.

Deshalb bemerkte ich leider auch erst, als ich schon alle Pommes aufgegessen hatte, dass mir vier Pommes für die Wertung fehlten.

Unser Urteil (deshalb ohne Bild): 4 von 5 Pommes!

Es gibt im Übrigen auch nicht nur Contra-Argumente für eine Mitgliedschaft im Soho House (ich habe selbst schon oft darüber nachgedacht):

  1. Schönes Kino im Keller (sonntags wird dort Tatort gezeigt)
  2. Die Dachterrasse mit Pool im Sommer
  3. Die Sauna im Winter
  4. Das geschmackvolle Fitnessstudio (ich halte mich jedoch strikt an No Sports )
  5. Die Preisreduktion für U-27 Mitglieder (Sonntag-Montag)
  6. Und jetzt geile Aioli.

Pommesjenuss im Goldenen Westen

Wir starten heute unser Pommesuniversum mit einem Ausflug an den Wittenbergplatz, neben das Kadewe, in den goldenen Westen.

Unser Ziel: Die goldgelb frittierten Erdäpfel der Qualitäts-Bio-Bude Witty’s.

IMG_1169

Witty's Saucenvielfalt

IMG_1107

Glückliches Nachsalzen

Knoblauch-Dill-Mayo mit Kleks scharfem Asiazeugs

IMG_1110

IMG_1149

Unter Touristen wie Ortsansässigen gleichermaßen beliebt, befindet sich stets eine kleine Traube Menschen vor der Bude. Im Wind spielten die Servietten, hefteten sich an Seniorensohlen und wurden davon getragen. Auch uns spielte das graue, windige Regenwetter in die Karten, so mussten wir nicht lange anstehen.

Der Laden führt eine große Auswahl an Bio Limonaden, die mir alle zu kalt für das Wetter waren. Ein Glühwein wäre wohl das Richtige gewesen. Besonders erwähnenswerte ist die Saucenvielfalt der Bude. Wir überzeugten uns von der frischen Knoblauch-Dill-Majo („Natürlich nur empfehlenswert wenn man nicht mehr knutschen will.“ – Ein Evergreen-Spruch aller Döner- und Imbissbudenverkäufer…) und der regulären frischen Majo.

Die bio Pommes plus Sauce kosteten jeweils 3,50€ also Premiumsegment. Was kann man gegenüber vom Kadewe anderes erwarten? Die Pommes sahen sehr gut aus und geschmacklich waren sie auch eine Freude. Ein bisschen knuspriger hätten sie noch sein können und salziger. Das nahm ich dann selbst in die Hand.

Abzug gab es ebenfalls für die skurrilen Illustrationen auf der Budenverkleidung. Verzerrte Fratzen, aber das ist vielleicht Geschmackssache.

Unser Urteil: 

3 1/2 von 5 Pommes

IMG_1133

Witty’s

Wittenbergplatz (Ecke Ansbacher Straße, gegenüber dem KaDeWe)
Montag bis Samstag von 11:00 bis 24:00 Uhr Sonn- und Feiertags von 12:00 bis 24:00 Uhr

http://wittys-berlin.de/